Montage-Assistenzsystem Montage-Assistenzsystem steigert die Prozesssicherheit

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Das Montage-Assistenzsystem Cubus von Schnaithmann Maschinenbau ist eines von rund 200 Beispielen aus der Industrie 4.0-Praxis, die auf der neuen Online-Landkarte der Plattform Industrie 4.0 präsentiert werden. Die virtuelle Landkarte wurde am 19. November 2015 auf dem Nationalen IT-Gipfel in Berlin erstmals vorgestellt.

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Das neue Montage-Assistenzsystem Cubus von Schnaithmann.
Das neue Montage-Assistenzsystem Cubus von Schnaithmann.
(Bild: Schnaithmann)

Die Plattform Industrie 4.0 hat es sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen in ganz Deutschland auf ihrem Weg durch die vierte industrielle Revolution zu begleiten. Dabei helfen soll eine virtuelle Landkarte, auf der Ergebnisse und Empfehlungen der Plattform, aber auch eine Übersicht über Anwendungsbeispiele und Testumgebungen illustriert werden. Eines der teilnehmenden Unternehmen, das im Bereich Industrie 4.0 mit gutem Beispiel vorangeht, ist der Remshaldener Maschinen- und Anlagenbauer Schnaithmann. Mit dem neuen Montage-Assistenzsystem Cubus verhilft Schnaithmann der produzierenden und verarbeitenden Industrie zu einer signifikanten Steigerung der Prozesssicherheit bis hin zur Null-Fehler-Produktion, selbst bei steigender Variantenvielfalt.

System befähigt Menschen zu qualifizierten Montagetätigkeiten

„Wir haben mit dem Montage-Assistenzsystem sozusagen ein Navigationsgerät für den Arbeitsplatz entwickelt“, erklärt Volker Sieber, Entwicklungsleiter bei Schnaithmann. Das System befähigt Menschen unterschiedlichster Leistungsniveaus zu qualifizierten Montagetätigkeiten. Es führt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen interaktiv durch den Montageprozess und schließt Anwendungsfehler quasi aus. Damit ist das Montage-Assistenzsystem zusätzlich auch bestens für den Einsatz in Behinderteneinrichtungen und in der Didaktik geeignet.

Digitalen Wandel aktiv mitgestalten

Entstanden ist das System in einer Kooperation mit der Hochschule Esslingen und einer Behindertenwerkstätte, der Beschützenden Werkstätte in Heilbronn. Aus Sicht von Schnaithmann kommt dem Netzwerkgedanken essentielle Bedeutung zu. „Ohne vertrauensvolle Kooperation mit Hochschulen, Instituten und Partnern wird speziell von uns Mittelständlern die Komplexität, die Industrie 4.0 zwangsläufig mit sich bringt, nicht zu bewältigen sein“, so Volker Sieber. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir auf der Online-Landkarte der Plattform Industrie 4.0 vertreten sind. Vielleicht können wir damit andere Unternehmen dazu animieren, den digitalen Wandel in Deutschland aktiv mit zu gestalten.“

Das schwäbische Familienunternehmen mit Sitz in Remshalden in der Nähe von Stuttgart bietet seit 1985 Systemlösungen für maßgeschneiderte Sondermaschinen für Montage- und Automationsaufgaben an. Von der Ideenfindung über Planung und Konstruktion bis hin zur Inbetriebnahme einer kompletten Transferanlage und Wartung vor Ort bietet Schnaithmann alle Leistungen aus einer Hand.

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