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Messtechnik Montieren und testen in einem Arbeitsschritt

| Autor/ Redakteur: Joachim Tatje / Udo Schnell

In der Produktion sind die Schritte Montage und Prüfung meist ge­trennt. Dies kostet zum einen Zeit, zum anderen ist vor der Montage nicht immer klar, ob das Produkt in Ordnung ist. Ein Montageplatz mit integrierter Test­ein­richtung vermeidet diese Nachteile.

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An diesem Arbeitsplatz montiert ein Mitarbeiter Steuergeräte und Panels von Lkw-Klimaanlagen und testet sie zu 100 %.
An diesem Arbeitsplatz montiert ein Mitarbeiter Steuergeräte und Panels von Lkw-Klimaanlagen und testet sie zu 100 %.
(Bild: MCD Elektronik)

Montage und Test sind oft zwei voneinander getrennte Bereiche in produzierenden Unternehmen. Der Nachteil sind unnötige Transportwege und die fehlende Rückkopplung auf die Mitarbeiter am Montageplatz. Unbefriedigend ist für den Mitarbeiter auch, ein Produkt zu montieren, von dem er nicht weiß, ob es korrekt funktioniert. Dass es auch anders geht, zeigt ein ganzheitlich konzipierter Montageplatz, der integral mit einer Testeinrichtung verknüpft ist. Dort werden Panels und Steuergeräte für Lkw-Klimaanlagen montiert und getestet. Der Montageplatz ist für eine Person ausgelegt und kann leicht in Fertigungsstraßen integriert werden. Diese Arbeitsplatzlösung stammt vom Mess- und Prüftechnikspezialisten MCD Elektronik aus Birkenfeld bei Pforzheim. Das Unternehmen liefert Prüfanlagen vornehmlich für die Automotive-Industrie in aller Welt. Der kombinierte Montage- und Testplatz ist durch das ganzheitliche Arbeitskonzept nicht nur Mitarbeiter-freundlich sondern auch komplett Industrie-4.0-fähig.

Je eine Station für die Montage von Steuergerät und Bedienpanel

Fahrzeug-Klimaanlagen bestehen in der Regel aus einem Steuergerät und dem Bedienpanel. Dabei stellt der Fahrer an den Tasten und mit dem Drehknopf seine „Wohlfühl-Parameter“ im Führerhaus ein. Ein LCD-Bildschirm zeigt die eingestellten Werte an. Das Steuergerät kommuniziert mit dem Panel über ein LIN-Interface (LIN: Local Interface Network). Ein weiteres LIN-Interface und zwei CAN-Businterfaces sowie einige Analogeingänge sorgen für die Verknüpfung mit den Sensoren und Aktoren.

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Für die Montage von Bedienpanel und Steuergerät ist je eine Station vorgesehen. Alle benötigten Bauteile werden über Rollenbahnen zugeführt. An einer Station verpresst der Mitarbeiter die Stiftleisten und Displays des Bedienpanels mittels einer manuellen Handpresse mit integrierter Messvorrichtung. Am zweiten Montageplatz werden die Steuergeräte zusammengebaut. Dort erfolgt die Verschraubung von Gehäuse, bestückter Platine und Gehäusedeckel. Dafür steht ein Druckluftschrauber zur Verfügung. Das Zuführgerät transportiert die benötigten Schrauben automatisch an den Schrauberkopf.

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