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Werkzeugbeschichtung Müller investiert 1,2 Mio. Euro in neue Beschichtungstechnologien

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Müller Präzisionswerkzeuge investiert knapp 1,2 Mio. Euro in die derzeit innovativste Beschichtungstechnologie für Sonderwerkzeuge.

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Die Beschichtungsanlage Pi 411 Plus sorge für sehr gute Schichthaftung sowie superglatte Schichten.
Die Beschichtungsanlage Pi 411 Plus sorge für sehr gute Schichthaftung sowie superglatte Schichten.
(Bild: Platit)

Das Unternehmen erweitert damit seinen hochmodernen Maschinenpark um eine Beschichtungsanlage Pi 411 Plus sowie CT-40 Entschichtungsanlage des Schweizer Premium-Herstellers Platit. „Die qualitativ hochwertige Rundumerneuerung verschlissener Präzisionswerkzeuge ist bei unseren Kunden sehr gefragt. Wir wollen die Einsatzfähigkeit von Werkzeugen dabei nicht nur wiederherstellen, sondern auch ständig optimieren“, begründet Mathias Schmidt, Geschäftsführer der K.-H. Müller Präzisionswerkzeuge GmbH, die Investition. „Mit der Erweiterung unseres Maschinenparks sehen wir uns zukünftig auch als Lohnbeschichter für Fremdwerkzeuge gut aufgestellt“, so Schmidt weiter.

Ent- und Beschichten für höhere Standzeiten und Lebensdauer

Präzisionswerkzeuge müssen immer höhere Anforderungen hinsichtlich Stabilität und Prozesssicherheit erfüllen. Damit sie auch nach einem Nachschliff Standzeiten wie Neuwerkzeuge erreichen, spielen die Aufbereitung und Anlagentechnik eine wichtige Rolle. Die Beschichtungsanlage Pi 411 Plus kombiniert die Vorteile des Arcing und Sputtering im Hybrid-Lacs-Verfahren (Lateral Arcing & Central Sputtering) und sorgt damit für sehr gute Schichthaftung sowie sehr glatte Schichten. Ergänzt wird sie durch eine CT-40 Entschichtungsanlage, mit der das Lösen von Kobalt aus der Oberfläche von Werkzeugen vermieden wird. Oberflächen sind damit besser belastbar, eine Nachbeschichtung haftet besser.

Die Kombination beider Anlagen soll für einen Quantensprung in der Nachbehandlung sorgen: Die Werkzeuge lassen sich effizient entschichten, zuverlässig nachschleifen und mit den neuesten Verfahren und Technologien beschichten. Sie erreichen nach der Bearbeitung mindestens die Standzeit eines Neuwerkzeugs. Darüber hinaus ist die Bearbeitung weitaus häufiger möglich: Dank der Platit-Technologie lassen sich Werkzeuge immer wieder aufbereiten, während konventionelle Nachschleifverfahren nur drei- bis fünfmal auf ein Werkzeug angewendet werden können.

Lohnbeschichter für Fremdwerkzeuge

Bisher bietet Müller Präzisionswerkzeuge die Entschichtung und das nachfolgende Hybrid-Lacs-Verfahren nur für seine eigenen Werkzeuge und Beschichtungen an. In Zukunft will das Unternehmen auch als Lohnbeschichter für Fremdwerkzeuge auftreten. Die Kunden profitieren dann nicht nur von den genannten Vorteilen, sondern auch vom fundierten Wissen des Werkzeugherstellers in der Vor- und Nachbehandlung von Sonderwerkzeugen.

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