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Käufer entwickelt eigene Möglichkeit zur Integration des Drehtisches
Die Installation des zusätzlichen Drehtisches gelang problemlos und wurde von Epkenhans-Mitarbeitern selbst durchgeführt. Für einen gelernten Maschinenbauer ist diese Aufgabe leicht zu bewerkstelligen, wie sich gezeigt hat. Zumal sich die Anbindung an die Haas-Steuerung mittels zweier Steckkarten recht einfach erledigen ließ und lediglich das Einstellen der Parameter etwas Tüftelarbeit verlangte. Für alle Fragen konnte man sich direkt bei Lehmann melden und erhielt sofort die benötigte kompetente Unterstützung.
Andreas Epkenhans, einer der Geschäftsführer und seines Zeichens gelernter Maschinenbauer, ist bei der Beschäftigung mit der 2+3-Lösung auf eine eigene Möglichkeit zur Integration des Lehmann-Drehtisches gestoßen: Er hat den Tisch quer zum Maschinentisch positioniert. Das hat beispielsweise den Vorteil, dass der Bediener immer freie Sicht auf die Bearbeitungszone hat, denn die Schwenkbewegung des Drehtisches erfolgt relativ zum üblichen Einbau gesehen dadurch seitlich.
Ein weiterer Vorteil ist, dass mehr Platz in der Maschine zur Verfügung steht. Epkenhans nutzt diesen etwa für einen zusätzlichen Schraubstock. Das macht die Maschine bezüglich der Anzahl der nutzbaren Achsen flexibler, denn entweder kann fünfachsig mit dem Getriebedrehtisch gearbeitet werden oder dreiachsig, wenn lediglich der fixe Zusatzschraubstock zur Aufnahme der Werkstücke verwendet wird.
Eigene Einbauvariante erhöht die Anlagenflexibilität
Ein weiterer Pluspunkt für den Lehmann-Drehtisch ergibt sich daraus, dass er leicht und schnell demontiert werden kann, wenn einmal relativ große Bauteile zu bearbeiten sind, die den gesamten Platz in der Maschine fordern. Der Wiedereinbau des Drehtisches gelingt erfahrungsgemäß in einer Zeitspanne von etwa 1,5 bis 2 h. Danach ist der Tisch mit der exakt gleichen Präzision wieder voll einsatzfähig. Dass die Entscheidung zum Kauf des Getriebedrehtisches vom Typ T1-507510.RR fix richtig war, bestätigte sich bereits nach wenigen Monaten. Unter anderem aufgrund der Stabilität der Konstruktion: Die Klemmmomente der Achsen liegen beim Lehmann-Tisch bei der Teilachse bei 300 Nm und die Schwenkachse wirkt mit 1100 Nm.
Diese Werte bedeuten etwa das Vierfache von dem, was die bisher verwendeten Drehtischsysteme erreichen. Das höhere Leistungspotenzial des neuen Drehtisches offenbart seine Stärke besonders dann, wenn an einem Bauteil außermittig gebohrt werden soll. Das beim Bohren wirkende Drehmoment wird von den Achsen des Lehmann-Systems ohne Weiteres kompensiert, wodurch der Prozess schneller durchführbar ist und die Präzision steigt. Positiv bemerkbar machen sich bei Epkenhans außerdem die hohen Drehgeschwindigkeiten der Achsen, die je nach Motorvariante Werte von 60 bis 110 min-1 erreichen. Der Vorteil machte sich besonders bei einem Werkstück bemerkbar, das für die Bearbeitung auf der mit dem Drehtisch ausgestatteten VF-2 neu programmiert wurde. Denn die hohe Achsgeschwindigkeit sparte viele der noch auf der VF-3 nötigen Werkzeugwechsel, die zur Optimierung des Fräsergebnisses bisher unumgänglich waren.
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