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Nachhaltigkeit als Leitindikator für Personalarbeit

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„Umweltverhalten ist bei Festo schon seit vielen Jahren ein entgeltrelevantes Beurteilungskriterium im jährlich stattfindenden Mitarbeitergespräch“, bekräftigt Boris Wörter, Leiter Human Resources der Festo AG & Co. KG in Esslingen, das nachhaltigkeitsorientierte Personalmanagement des Unternehmens. Dieses Kriterium bewertet das aktive Umweltverhalten des Mitarbeiters zur Vermeidung und Verhinderung von Umweltbelastungen, wo immer dies möglich und angemessen ist. Das Arbeiten mit papierlosen Workflows wie beispielsweise der elektronischen Personalakte ist ebenfalls ein stark sichtbares Signal einer nachhaltigen Arbeitsorganisation.

„Aufgrund der Tatsache, dass ein von Nachhaltigkeit geprägtes Employer Branding zunehmend an Bedeutung gewinnt, gehört auch die Verankerung von Einstellung und Verhalten zu Qualität und Umwelt in die Unternehmenswerte und Unternehmenskommunikation dazu“, so Wörter. Aus dieser Blickrichtung betrachtet, ist für ihn auch das gesellschaftliche Engagement von Festo als Nachhaltigkeitsleistung mit hinzuzuzählen, das am Arbeitsmarkt durch konkrete Beispiele wie den Festo-Bildungsfonds belegt wird.

Leitlinie Green Tech gehört zur Unternehmenskultur

„Das Thema der Nachhaltigkeit im Kontext von Human Resources ist ein Thema, um das sich Personalmanager kümmern müssen“, bekräftigt Hochschullehrer Scholz. „Darin liegt einerseits eine Chance, das Verhalten und Denken im Unternehmen zu prägen, und andererseits auch eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Ausreden wie fehlende Befugnisse zählen dabei nicht: Denn diese Befugnisse müssen offensiver eingefordert werden.“ Die Personalabteilung sollte seiner Auffassung nach nachhaltiges Denken und Handeln zum einen bei sich selbst in der Abteilung umsetzen, zum anderen sollten auch durch die Personalentwicklung entsprechende Kenntnisse an die weiteren Mitarbeiter des Unternehmens vermittelt werden.

Dr. Ingo Rendenbach, Senior Vice President Human Resources der Bosch Rexroth AG in Lohr, weist darauf hin, dass Energieeffizienz und nachhaltiges Handeln auch im Maschinenbau eine immer größere Rolle spielen: „Das Ziel Nachhaltigkeit leitet uns in allen Bereichen, von der Entwicklung neuer Produkte über die Fertigung bis zur Beratung unserer Kunden im Alltagsbetrieb. Unser Unternehmen hat dazu unter anderem eine eigene Systematik entwickelt, die Rexroth for Energy Efficiency, kurz Rexroth 4EE. Wir nutzen diese Systematik auch, um die Abläufe in den eigenen Werken konsequent zu optimieren. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß bis 2020 um mindestens 20 % zu reduzieren. Unsere Mitarbeiter bringen sich dabei sehr engagiert mit ein.“

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