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Nachhaltigkeit als Leitindikator für Personalarbeit

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„Innerhalb der Unternehmen kann eine Kultur der Nachhaltigkeit dabei helfen, sowohl in alltäglichen Arbeiten als auch in der Gestaltung von ganzen Produktionsprozessen und Produkten Nachhaltigkeit konkret zu realisieren“, formuliert Dr. Jana Heinze, Referentin des Forums nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V. Econsense in Berlin, eines Zusammenschlusses führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft, zu den Themen nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility (CSR).

„Ziel von Econsense ist es“, so Heinze, „nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“

Nachhaltige Entwicklung ist ein langfristig angelegter Lern- und Veränderungsprozess. Das Ziel, die drei Bedürfnisdimensionen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in Einklang zu bringen, verlangt danach, zwischen den Bedürfnissen abzuwägen. „Deshalb muss für die Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzepts ein Dialog zwischen den Anspruchsgruppen geführt werden, der das wechselseitige Verständnis von Nachhaltigkeit klärt und abwägt“, betont Heinze. Nachhaltige Entwicklung sei aus diesem Grund auch eine Kommunikationsaufgabe.

Trotz hoher Relevanz praktisch noch wenig wirksam

„Aus unserer empirischen Forschung wissen wir, dass Personalmanager im Regelfall dem Thema Nachhaltigkeit eine hohe Relevanz zusprechen“, berichtet Scholz; „die wenigsten haben aber auch nur ansatzweise eine Idee davon, was das für die Personalarbeit und die Personalabteilung wirklich bedeutet.“ Er ergänzt: „Das heißt, abgesehen von leeren Worthülsen ist ihnen völlig unklar, wie Nachhaltigkeit tatsächlich zu einem Leitindikator für Personalarbeit und Personalabteilung gemacht werden kann.“

Den geringen Stellenwert einer nachhaltigkeitsorientierten Personalarbeit sieht man seiner Auffassung nach auch an den Geschäftsberichten: Dort zeigt eine vorgelegte Studie des Instituts für Managementkompetenz der Universität des Saarlandes, dass selbst die Dax-30-Unternehmen in ihren Geschäftsberichten kaum über Personalarbeit und erst recht nicht über die damit verbundenen Fragen der Nachhaltigkeit berichten.

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