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Bosch Rexroth stellte fest, dass dies von Kunden wie auch von Bewerbern sehr positiv registriert wird. „Wir erleben immer wieder, dass Bewerber uns gezielt nach unserem Beitrag im Sinne der Nachhaltigkeit fragen“, verdeutlicht Rendenbach. Und es sei absolut erfreulich, dass gerade die junge Generation damit deutlich mache, dass sie sich mit den Werten, den Produkten und dem Verhalten eines Unternehmens identifizieren wolle. „Das bedeutet“, so Rendenbach, „dass unser Ansatz auch dazu beigetragen hat, Bosch Rexroth als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen.“
Unter der Unternehmensleitlinie Green Tech fasst die EBM-Papst-Gruppe, Mulfingen, Nachhaltigkeit bei Produkten, Prozessen und Produktion zusammen. „Die Maßnahmen und Projekte sind so erfolgreich, dass Green Tech inzwischen zur Unternehmenskultur geworden ist“, freut sich Rainer Hundsdörfer, Vorsitzender der Geschäftsführung. Durch Mitarbeiteraktionen, beispielsweise die weltweite Every-Day-is-a-Green-Day-Kampagne, wurde auf Themen wie Umweltschutz und Energie- und Ressourceneffizienz aufmerksam gemacht.
Nachhaltiges Wirtschaften in drei Dimensionen
Wie weit der Nachhaltigkeitsgedanke in Unternehmen verankert ist, zeigt eine Befragung des Hernstein-Instituts für Management und Leadership der Wirtschaftskammer Wien in Österreich. Befragt wurden insgesamt 300 Führungskräfte von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern. Davon jeweils 100 in Österreich, Deutschland und der Schweiz. „Das Ergebnis belegt, dass in den Unternehmen Nachhaltigkeit längst nicht mehr nur ein Schlagwort ist, sondern sich immer mehr damit auseinandersetzen“, sagt Herwig Arlt, kommissarischer Leiter des Instituts. Er nennt einige Fakten: „Fast die Hälfte der Befragten in allen Branchen gibt an, dass Nachhaltigkeit sehr stark im Unternehmen verankert ist. In den drei befragten Ländern befassen sich 81 % der Unternehmen unterschiedlich stark mit dem Thema.“
Nachhaltigkeit lässt sich in die drei Dimensionen ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit unterteilen. Am häufigsten geht es in den Unternehmen um ökonomische Nachhaltigkeit, oft gepaart mit anderen Aspekten von Nachhaltigkeit. „Dies überrascht wenig“, so Arlt, „weil Unternehmen gezwungen sind, ihr vordergründiges Ziel zu erreichen, nämlich Gewinnmaximierung.“ Dennoch wird soziale und ökologische Nachhaltigkeit immer wichtiger. Wie die Befragung zeigt, sollte das Thema auf höchster und übergeordneter Ebene verankert sein, um wirken zu können. So plädieren 61 % der Befragten dafür, das Thema auf Top-Managementebene zu behandeln, 55 % wünschen sich eine Verankerung im Leitbild.
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