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Bio-Carbonfasern Nachwachsende Carbonfasern sind günstiger als fossile Vorfahren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Polyacrylnitril, kurz PAN, als Faser ist der bisherige Rohstoff aus dem Hochleistungs-Verstärkungsfasern aus Carbon (CF) gefertigt werden. Centrotherm gelingt das jetzt wesentlich günstiger. Und so geht's...

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Jetzt gibt es auch "grüne" Hochleistungsfasern: Bei deren Herstellung setzt man nämlich auf nachwachsendes Präkursormaterial, wie Cellulose, heißt es. Produzierbar sind sie mit dem Centrotherm-Niederdruckverfahren, mit dem sich der Preis pro Kilo und die üblicherweise stattfindende CO2-Emission sehr deutlich reduzieren, heißt es.
Jetzt gibt es auch "grüne" Hochleistungsfasern: Bei deren Herstellung setzt man nämlich auf nachwachsendes Präkursormaterial, wie Cellulose, heißt es. Produzierbar sind sie mit dem Centrotherm-Niederdruckverfahren, mit dem sich der Preis pro Kilo und die üblicherweise stattfindende CO2-Emission sehr deutlich reduzieren, heißt es.
(Bild: Centrotherm International )

Manchmal entsteht Erstaunliches, wenn man nur einen einzelnen Prozessschritt optimiert. So geschehen in Sachen Werkstofftechnik bezüglich der Herstellung von Bio-Carbonfasern, die sich vor dem fossilen Urvater eigenschaftsmäßig nicht zu verstecken bräuchten, sagt Centrotherm aus Blaubeuren in Baden-Württemberg. Denn das Niederdruckverfahren der Spezialisten arbeitet in definierter Prozessatmosphäre, eben unter niedrigem Druck sowie mit quasi-digitalen Heizzonen, erfährt man weiter. So entstehen günstigere, biobasierte Carbonfasern mit deutlich reduziertem CO2-Footprint. Grund genug, dass die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg diese Innovation im Rahmen ihres monatlichen Thinking für den Mai präsentiert.

Warum fossile Geldfresser, wenn es auch anders geht?!

Ein vergleichsweise teurer Werkstoff sind Carbonfasern, für die man im Schnitt rund 18 Euro/kg hinblättern muss. Die hohen Kosten, erklärt Centrotherm liegen zum einen am relativ hohen Einkaufspreis des Ausgangsmaterials PAN, zum anderen im energieintensiven Herstellungsprozess, um Polymerfasern in leistungsfähige Carbonfasern zu verwandeln.

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„Unser Verfahren geht nach gründlicher Analyse des bisherigen Herstellungsverfahrens einen völlig neuen Weg. Der Hauptunterschied ist, dass der Prozess unter Niederdruck gefahren wird und die Faser definierte Heizzonen durchläuft“, erklärt Andreas Keller, Senior Manager New Technologies bei Centrotherm International. Erfreulich: das Anlagenmodul füge sich nahtlos in den Gesamtprozess ein und könne den bisherigen Umluftofen ersetzen.

Die Hauptvorteile hier für Eilige auf einen Blick:

  • Rund 25 % günstigere Carbonfasern;
  • Nachwachsende Rohstoffe (Cellulose) als Ausgangsmaterial;
  • Gleiche Festigkeitskennwerte wie die fossilen PAN-Präkursoren;
  • Reduzierung des CO2-Footprints um etwa 30 % durch den Bio-Rohstoff und eine energieeffizientere Herstellung;
  • Die Prozesszeit für die Herstellung wird um über 33 % kürzer.

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