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Wanzl / Paul Ernst Nassschlifftechnik: Entgraten und Verrunden ohne Zeitverlust

Autor: M.A. Frauke Finus

Beim Brötcheneinkauf im Discounter sorgen an der SB-Theke Schutzklappen für Hygiene. Damit sich beim Reingreifen niemand verletzt, werden die Blechteile mit einer Nassschliffmaschine entgratet und verrundet. Das spart doppelt Zeit: Zum einen ist die Maschine schneller als das manuelle Bearbeiten und zum anderen ist vor einem Werkstoffwechsel kein Werkzeugwechsel nötig.

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Aus dem Bake-Off-Modul von Wanzl entnehmen Kunden knusprige Brötchen, ohne sich an scharfen Kanten zu verletzen, denn die Blechteile wurden mit einer Neptun ES von Ernst entgratet und verrundet.
Aus dem Bake-Off-Modul von Wanzl entnehmen Kunden knusprige Brötchen, ohne sich an scharfen Kanten zu verletzen, denn die Blechteile wurden mit einer Neptun ES von Ernst entgratet und verrundet.
(Bild: Bild: Wanzl)

Waren frische Backwaren früher meist nur beim örtlichen Bäcker um die Ecke erhältlich, bieten heute auch Supermärkte frische Brötchen an. Vor allem die Discounter sind mit sogenannten Backdisplays zur Selbstbedienung ausgestattet. Die Frontblenden und das gesamte Backdisplay drumherum werden von der Wanzl Metallwarenfabrik GmbH in Leipheim bei Ulm gefertigt. Das Unternehmen mit weltweit 4500 Mitarbeitern und Standorten unter anderem in Tschechien, Frankreich, China und den USA ist Weltmarktführer für Einkaufswagen und Spezialist für alles, was Retail-Stores an Interieur benötigen.

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Angefangen hat alles 1918 mit einer Schlosserei im Sudetenland, gegründet von Rudolf Wanzl Senior. 1947 ging es in Leipheim mit einer Werkstätte für Waagenbau und Reparaturdienste weiter. Gewogen wurden damals im Tante-Emma-Laden noch alle Lebensmittel. Für die Waagen baute Wanzl Körbe. Zeitgleich entstanden nach dem Krieg die ersten Selbstbedienungsläden und aus Waagenkörben entwickelten sich Körbe auf Rädern – der Einkaufswagen hielt Einzug in deutsche Läden. Zusätzlich hat das Familienunternehmen alles im Portfolio, was ein Ladenbauer benötigt – vom Drehkreuz und Kundenführungen über Tisch- und Regalsysteme bis hin zu Entsorgungsstationen und Vermarktungsdisplays. Seit über 15 Jahren entwickelt Wanzl gemeinsam mit dem Lebensmittelhandel Verkaufssysteme, um ofenfrische Backwaren von Brot über Feingebäck attraktiv in Szene zu setzen. Bis heute konnten als Ergebnis dieser erfolgreichen Partnerschaft mehrere tausend Märkte mit Wanzl Bake-Off-Modulen ausgestattet werden.

Selbstbedienung: Hygiene und Sicherheit im Vordergrund

Bei Selbstbedienungseinrichtungen spielt Hygiene eine große Rolle: Um zu gewährleisten, dass die Brötchen nur von dem Kunden berührt werden, der die Lebensmittel auch kauft, gibt es verschiedene Mechanismen, die meist mit einer Schutzklappe und einer Greifeinheit realisiert sind.

Neben der Hygiene spielt auch die Sicherheit der Kunden eine große Rolle. Bauteile mit Kundenkontakt dürfen deshalb sie nicht scharfkantig sein. „Die Frontblenden der Backdisplays werden bei uns im Haus lasergeschnitten. Die Kanten müssen aus Sicherheitsgründen entgratet und verrundet werden, damit sich niemand beim Brötcheneinkauf schneidet. Bis dato haben wir diese Aufgabe manuell erledigt. Doch effektiver und schneller geht es mit einer Maschine, das war uns klar“, erklärt Jürgen Obeser, Betriebsingenieur Produktionstechnik bei Wanzl. Darum recherchierte Obeser verschiedene Anbieter und stieß unter anderem auf die Paul Ernst Maschinenfabrik aus Eschelbronn.

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Über den Autor

M.A. Frauke Finus

M.A. Frauke Finus

Leitende Redakteurin, Redaktion @blechnet.com