Molecular Sorting Neue Recyclingtechniken können künftige Rohstoffkrisen mindern
Die Recycling-Welt von morgen sieht anders aus als heute. Darüber waren sich die Teilnehmer des VDMA-Fraunhofer-Workshops "Molecular Sorting – Sortiertechniken von übermorgen" am 5. März 2014 im VDMA-Haus in Frankfurt am Main einig.
Anbieter zum Thema

„Weltweit werden zurzeit jährlich über 60 Mrd. t Ressourcen verbraucht. Rohstoffarme Regionen wie die Europäische Union sind entweder auf die Weiterentwicklung von Recyclingtechnologien angewiesen oder müssen sich mit Substitutionsfragen und sicheren Rohstoffimporten beschäftigen“, erklärte Naemi Denz, Geschäftsführerin VDMA Abfall- und Recyclingtechnik, anlässlich des Workshops.
Projekt „Molecular Sorting“ entwickelt Rohstoff-Recyclingtechnik
„Auch wenn wir in Deutschland im Rahmen der Energiewende über eine Deckelung des Photovoltaikeinsatzes diskutieren, ist die Wachstumsdynamik in anderen Regionen so groß, dass weder ausreichend eisenfreie Rohstoffquellen, noch die Recyclingmenge von hochtransparenten Flachgläsern ausreicht, um die Nachfrage zu decken“, so Denz weiter.
Die Herausforderung beim Recycling von durchschnittlichem Flachglas liegt in der Entfernung des Eisenanteils, da Eisen die Transmission von Licht negativ beeinflusst. Hierfür entwickelt das Fraunhofer-Forschungsvorhaben Molecular Sorting, das vom VDMA begleitet wird, anwendbare Technologieansätze.
Edelmetalle und Seltene Erden aus Metallsalzen zurückgewinnen
Der Workshop widmete sich darüber hinaus Recyclingansätzen für Hybridbauteile, beispielsweise Windrotorblättern, und der Gewinnung von Metallen aus niedrig konzentrierten Metallsalzlösungen. Seltene Erden sind nicht nur in Elektromotoren oder Mobiltelefonen zu finden und rückzugewinnen. Auch Metallsalzlösungen enthalten oftmals Edelmetalle und Seltene Erden, die durch einen dreistufigen Prozess zurückgewonnen werden sollen. Der Forschungsdemonstrator arbeitet mit verschiedenen Ansätzen wie Bioleaching und Membrantechnologien.
(ID:42571038)