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Erneuerbare Energien Neuer Windkraft-Rekord im Februar

Redakteur: Sebastian Hofmann

Noch nie wurde in Deutschland so viel Strom mit Windkraftanlagen erzeugt wie im Februar 2020. Der Monat überholte den bisherigen Rekordhalter März 2019 um knapp ein Viertel.

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Trotz des Windkraft-Rekords warnen Forscher vor einem zu zögerlichen Ausbau Erneuerbarer Energien.
Trotz des Windkraft-Rekords warnen Forscher vor einem zu zögerlichen Ausbau Erneuerbarer Energien.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Im Februar produzierten Windkraftanlagen insgesamt 20,9 Mrd. kWh – so viel wie zwei Kernkraftwerke in einem ganzen Jahr. Knapp 85 % davon entstammten Anlagen an Land, nur drei Mrd. kWh gewann man offshore.

Grund für die Rekordwerte sei das außerordentliche Windaufkommen mit mehreren Sturmtiefs gewesen, heißt es vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Trotz der vielversprechenden Zahlen warnen die Wissenschaftler allerdings vor einem zu langsamen Ausbau von Wind- und Solarenergie: Würden Hemmnisse und Deckelungen nicht zügig beseitigt, verfehle Deutschland das 55-Prozent-Ziel im Jahr 2030 krachend, so die Forscher.

Um die Klimaziele doch noch zu erreichen, müsse nun der Bau der Nord-Süd-Leitungen vorangebracht werden. Wichtig seien auch neue Rahmenbedingungen für die Sektorenkopplung. Das gäbe wichtige Impulse für den Einsatz Erneuerbarer Energien in Industrieprozessen – beispielsweise bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff.

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