Werkzeugschleifen Nutenschleifen mit schnellen Vorschüben und maximalem Zeitspanvolumen

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Werkzeuge noch schneller schleifen bei geringem Schleifscheibenverschleiß und höchster Qualität ermöglicht eine neue Diamant-Schleifscheibe. Mit einer optimierten Bindungsspezifikation sorgt die Diamant-Schleifscheibe für lange Standzeiten und hervorragendes Freischleifverhalten des Werkzeugs. Dabei sind im Vergleich zu herkömmlichen Nutenschleifwerkzeugen bis zu 25% schnellere Vorschübe möglich.

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Das Nutenschleifen ist einer der kostenintensivsten Fertigungsschritte bei der Bohrer- und Fräserherstellung. Es gilt: Wer schneller schleift, spart Zeit und Geld.

Moderne CNC-Schleifmaschinen weisen verkürzte Verfahrwege durch kompakte Maschinenkonzepte auf. Gleichzeitig werden die Steuerungen schneller und die Spindelantriebe leistungsfähiger.

Im Zusammenwirken mit optimierten Kühlschmiermitteln lassen sich deshalb Werkzeuge schneller und mit höherer Prozesssicherheit als bisher herstellen. Mit der Diamant-Schleifscheibe Q-Flute gibt es nun eine Nutenschleifscheibe, die dieses Gesamtpotenzial laut Hersteller nutzt und in beste Qualität umsetzen kann.

Die wesentlichen Kostenfaktoren beim Herstellen von spanenden Werkzeugen bilden mit nahezu 90% die Lohn- und Maschinenkosten. Mit Schleifwerkzeugen, die länger als zuvor halten und dabei schneller sowie qualitativ besser schleifen, können diese Kosten gesenkt werden. Außer dem Schleifkorn spielt die Bindung eine besondere Rolle, beeinflusst sie doch entscheidend das Schleifverhalten, aber auch die Standzeiten.

Bindung des Schleifkorns bei der neuen Diamant-Schleifscheibe optimiert

Wie der Hersteller erläutert, kommt es unter anderem auf die optimale Abstimmung zwischen der Abnutzung der Diamantspitzen und dem Verschleiß der Bindung an. Die Kunst ist es, die Bindung so zu spezifizieren, dass sie das Korn möglichst lange festhält, sich aber auch so abnutzt, dass ein konstanter Kornüberstand gewährleistet ist, heißt es weiter. Dieser Selbstschärfeffekt entsteht aus dem Zusammenwirken von Bindung, Kornart, Konzentration und Materialspänen.

Die Entwicklungsarbeit kann sich sehen lassen: Die Haupt- und Nebenzeiten wie Werkzeugwechsel, Maschinenstillstände, Standzeiten der Werkzeuge, Zeitspanvolumina oder Vorschubgeschwindigkeiten werden durch die neue Diamant-Schleifscheibe positiv beeinflusst. So rechnet sich der Einsatz von der ersten Schleifscheibe an.

Die Bindungsspezifikation ist optimal an die Anforderungen des Nutenschleifens angepasst. Mit dieser Diamantschleifscheibe werden die Zeitspanvolumina nochmals deutlich erhöht, verspricht der Hersteller. Dabei wurde entscheidend Wert auf die Kantenstabilität gelegt. Das Ergebnis ist eine Kombination von Standzeit und Freischleifverhalten.

Diamant-Schleifscheibe für das Nutenschleifen im Durchmesserbereich über 3 mm

Die neue Diamant-Schleifscheibe ist die Lösung für das Nutenschleifen im Durchmesserbereich über 3 mm. Sowohl unter Öl als auch unter Emulsion oder Wasser ist dieses Bindungssystem laut Hersteller beim Schleifen von Hartmetall- und HSS-Werkzeugen einsetzbar.

Ergebnisse im praktischen Einsatz belegen die Leistungsfähigkeit: Beim Schleifen von HSS-Senkern mit 15 mm Durchmesser wurde die Diamant-Schleifscheibe B 64 auf einer ITM-Schleifmaschine mit einem Vorschub von vf = 150 mm/min und einer Zustellung von ae = 5 mm bei einer Schnittgeschwindigkeit von vc = 35 m/s gefahren. Daraus resultiert ein bezogenes Zeitspanvolumen von Qw = 12,5 mm³/mm.s. Unterm Strich schliff die neue Scheibe 20% schneller als die beste der dagegen getesteten Schleifscheiben. Darüber hinaus war das Abrichtintervall drei- bis viermal länger.

Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich beim Schleifen von Hartmetallfräsern. Bei einem Vorschub von vf = 250 mm/min, Zustellung ae = 4 mm und einer Schnittgeschwindigkeit von vc = 18 m/s wurde ein bezogenes Zeitspanvolumen von Qw = 16 mm³/mm.s erreicht. Damit ist der Vorschub um 25% höher als bei anderen Werkzeugen.

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