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Nutzung unlizenzierter Software birgt für Unternehmen Risiken durch Cyberangriffe

| Redakteur: Melanie Krauß

Die Verwendung unlizenzierter Software ist leicht rückläufig, jedoch weiterhin weit verbreitet: Weltweit sind 37 % aller Programme ohne Lizenz im Einsatz, vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 39 %. Ein Grund für den Rückgang ist die Angst vor Datenverlust und Hacks.

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Die "Global Software Studie" analysierte den Anteil und Wert unlizenzierter Software in 110 Ländern und wertete Antworten von 23.000 Endanwendern, Mitarbeitern und CIOs zu Fragen der Lizenzverwaltung aus.
(Bild: gemeinfrei (Pixabay, Geralt) / CC0)

Um Risiken durch Cyberangriffe zu reduzieren und reibungslose Geschäftsprozese zu gewährleisten, sollten Unternehmen Unterlizenzierungen ihrer Software beseitigen und effektive Software-Asset-Management-Prozesse einführen. Dies ist die Kernaussage der neuesten Auflage der BSA The Software Alliance "Global Software Studie".

In Deutschland ist Software im Wert von 1,3 Mrd. Euro ohne Lizenz im Einsatz: Jedes fünfte Programm (20 %) ist unlizenziert. Dies stellt einen Rückgang um zwei Prozentpunkte gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2016 dar. Der Wert der unlizenzierten Software ist damit um rund 130 Mio. Euro gesunken. Die stärkste positive Entwicklung weist China auf: Hier sank die Rate um vier Prozentpunkte auf 66 %.

CIOs erkennen laut Studie unlizenzierte Software zunehmend als riskant und gefährlich: Malware, die von unlizenzierter Software stammt, hat Unternehmen weltweit rund 300 Mrd. Euro gekostet. Als wichtigsten Grund für die volle Lizenzierung ihrer IT nennen CIOs die Vermeidung von Datenverlust, Hacks und anderen Sicherheitsrisiken. Das Risiko rechtlicher Verfolgung wird als zweitwichtigstes Motiv genannt. Trotz des positiven Trends entstehen aber immer noch erhebliche Schäden. Der Wert der unlizenziert eingesetzten Software beträgt weltweit rund 38 Mrd. Euro.

Georg Herrnleben, Senior Director Compliance Programs EMEA bei der BSA: „Die aktuelle Entwicklung ist positiv. Doch gerade im Unternehmensbereich gibt es noch zu viele Geschäftsführer, die bei der ordnungsgemäßen Lizenzierung der Software bremsen und ihre Firmen der Gefahr von Sicherheitslücken aussetzen. Wer sich nicht um die vollständige Lizenzierung seiner Software kümmert, geht eine Reihe von Risiken ein: rechtlich, betrieblich, sicherheitstechnisch. Nicht zuletzt auch persönlich strafrechtlich.“

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