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Das Laserauftragsschweißen kann entweder mit einem Roboter (auch mit externen Achsen) oder einer Maschine umgesetzt werden (Bild 2). In einem Projekt für einen großen Automobilhersteller wurde die Technik mit einem Sechs-Achs-Portal mit drei Rotationsachsen im Bearbeitungskopf umgesetzt. Die Orientierung der Zuführeinheit wird über die sechste Achse kontrolliert.
Eine Besonderheit dieser Kinematik besteht darin, dass zwei Achsen exzentrisch gelagert sind. Das Sechs-Achs-Portal ist dabei mit einer angepassten Siemens-840D-Steuerung ausgestattet.
Offline-Programmierung für Laserauftragsschweißen erfordert neues Vorgehen
Alle technischen Vorteile und erzielbaren Ergebnisse sprechen ganz klar für das Laserauftragsschweißen. Für den Durchbruch und die Akzeptanz dieser Technik hat bisher nur das Offline-Programmiersystem gefehlt.
Das additive Aufbringen von Schichten auf 3D-Oberflächen unterscheidet sich gänzlich von der subtraktiven Volumenbearbeitung, wie man sie vom Fräsen kennt, und ist sehr viel komplexer. Neue Vorgehensweisen und Algorithmen mussten entwickelt werden, zum Beispiel für die Beherrschung der Offsetberechnung und der darauf beruhenden Zellen.
Eine nur manuell orientierte Vorgehensweise für die Erstellung der Bearbeitungsbahnen ist nur noch für einfache Auftragsarbeiten wirtschaftlich vertretbar. Bei komplexen Aufgabenstellungen erhöht sich der Programmieraufwand ansonsten sehr schnell.
Offline-Programmiersystem für das Laserauftragsschweißen eigens entwickelt
Da eine automatische Offline-Programmierlösung für das Laserauftragsschweißen nicht zur Verfügung stand, beauftragte ein großer Automobilhersteller die Cenit AG mit der Entwicklung eines solchen Systems. Als Grundlage diente für die maschinenbasierte Lösung das vorhandene System Fasttrim zur 3D-Laserbearbeitung. Für die roboterbasierte Lösung wäre Fastcurve die Basis.
Da mit Fasttrim bereits ein leistungsfähiges Offline-Programmiersystem (OLP) existiert, wurde auf die Standardfunktionalitäten dieses Systems aufgebaut. Bereits damit kann auf Catia-V5-basierten Bauteilgeometrien komfortabel und schnell auf Flächen, Kurven und Punkten gearbeitet werden.
Mit einem Prozess-Implementierungs-Kit (PIK) wird die Maschine in das OLP-System integriert. Das PIK umfasst dabei ein kinematisches Maschinenmodell, den Postprozessor und Controller Emulator sowie prozessspezifische Anpassungen des Benutzerinterfaces. Für eine optimale technische Umsetzung wurde eine Visual-Basic-Anbindung an eine Microsoft-Access-Prozessdatenbank implementiert.
Das Programmieren von Schichtaufträgen wird beschleunigt
Durch spezifische Softwareerweiterungen, wie die automatische Generierung von Werkzeugbahnen auf automatisch erstellten Offsetflächen, wird das Programmieren von Schichtaufträgen deutlich beschleunigt. Die Konturselektion wurde um eine spezielle Feature-Technik erweitert.
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