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Ausgehend von geometrischen und technischen Vorgaben werden die Werkzeugbahnen für das Laserauftragsschweißen erzeugt. Die featurebasierte Konturprogrammierung wird als neuer Konturtyp in Fasttrim integriert. Diese Anpassungsfähigkeit an neue, komplexe Anforderungen unterstreicht die Stärke dieser Software.
Programmierung für Laserauftragsschweißen lehnt sich stak an Fasttrim an
Die Programmierung beginnt, nachdem die Ist- und Sollgeometrie im System vorliegen. Die Vorgehensweise lehnt sich sehr stark an die Fasttrim-Vorgehensweise an, das heißt, statt der Kontursuche werden als neuer Typ Konturen für das Laserauftragsschweißen selektiert. In diesem Selektionsmodus wird zunächst die Auftragsaufgabe näher spezifiziert, das heißt Soll- und Istflächen, Begrenzungskurven, Leitkurven zum Aufspannen der Auftragszellen innerhalb einer Schicht sowie Löcher und Inseln werden zugeordnet.
Nach der geometrischen Objektzuordnung werden die Auftragsschweißparameter definiert. Zu den technischen Vorgaben gehören zum Beispiel die Auftragshöhe, Schichtdicke, Schweißzugabe zur Sollgeometrie oder Aufmaß zur Istgeometrie. Des Weiteren kann die Bearbeitungsstrategie für die Bearbeitung innerhalb einer Auftragszelle, innerhalb einer Schicht und für die darauffolgenden Schichten ausgewählt werden. So lässt sich beispielsweise die Bearbeitung innerhalb der Zelle mit Zickzack, die Bearbeitungsrichtung benachbarter Zellen mit 90° verdreht und die Richtung für benachbarte Offsetflächen ebenfalls mit 90° verdreht angeben.
Offsetflächen für die nächste Schicht werden automatisch erstellt
Im Anschluss an diese Definitionen werden die Werkzeugbahnen schichtweise erstellt. Automatisch entstehen Hilfslinien und die ersten Auftragszellen einer Schicht bauen sich auf. Wird mehrlagig aufgetragen, entstehen automatisch Offsetflächen als Grundlage für den nächsten Schichtauftrag. Der Anwender muss sich also nicht um die aufwendige Offsetflächenerstellung kümmern.
Für jede Schicht werden Konturen erzeugt, aus denen Bahnen sowie An- und Abfahrtswege angelegt werden. Die Bahnerzeugung stoppt selbstständig, wenn gemäß den Vorgaben keine weitere Schicht erzeugt werden muss, das heißt, der Auftrag entspricht der Sollgeometrie. Die einzelnen Konturen stehen anschließend in einer Liste zur Weiterverarbeitung zur Verfügung.
Automatisch angelegte Operationen zum Laserauftragsschweißen komfortabel editierbar
Die automatisch angelegten Operationen sind ebenso komfortabel editierbar wie in der Standardsoftware. Die Geometrie kann gelöscht und verändert werden. Start- und Endpunkte sind auf der Bahn frei wählbar und können hinsichtlich An- und Abfahrtbewegung frei gestaltet werden.
Events zur zusätzlichen Steuerung der NC-Ausgabe können jederzeit entlang der Bahn eingebracht werden. Nach der Maschinensimulation des Auftragsschweißens und eingehender Kollisionsüberprüfungen kann das fertige NC-Programm ausgegeben und auf die Anlage überspielt werden.
Das Programmiersystem für das Laserauftragsschweißen bietet zusammenfassend folgende Vorteile:
- Ein hoher Automatisierungsgrad ermöglicht den effizienten Einsatz des Laserauftragsschweißens.
- Zeitersparnis.
- Reduzierung des Aufwandes für die Modellaufbereitung.
- Effiziente Programmierung durch automatische Werkzeugbahnerzeugung.
- Investitionsschutz durch Maschinensimulation.
* Dr.-Ing. Andreas Kach ist Produktmanager Produktmarketing bei der Cenit AG in 70565 Stuttgart
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