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Ersatzteillogistik

Optimierungspotenziale in der Ersatzteillogistik heben

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Gestartet hat Fiat in Duisburg und Heidelberg. „60% der kompletten Ersatzteilvolumen sind über die ELZ abgewickelt worden und waren für uns nicht wirklich transparent, was Qualität, Laufzeiten und Inventory Management anbetraf. Man hatte einfach keinen direkten Systemzugriff auf die Läger“, so Kremer.

Lagerbestellungen für Ersatzteile üblich

Heute sind in der Automobilindustrie Lagerbestellungen durchaus üblich. Das sind sogenannte „Auffüllbestellungen“, die der Händler für Teile tätigt, die er sowieso auf Lager hat. Dafür bekommt er in der Regel bessere Konditionen beim Hersteller.

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„Es gibt wöchentliche Lagerbestellungen bei den anderen OEM — wir haben umgestellt auf 48 h Laufzeit. Das heißt, der Händler bestellt und hat 48 h später zu günstigeren Konditionen als bei einer Eilbestellung seine Ware im Lager“, erklärt Kremer.

Aber auch Eilbestellungen spielen seinen Worten zufolge eine immer größere Rolle. Der Händler möchte seine Lagerhaltung reduzieren und dafür vom einen auf den anderen Tag beliefert werden. Fiat-Händler können deshalb bis 18.30 Uhr in Duisburg bestellen.

Niedrige Fehlerrate für die Ersatzteillogistik mit Dienstleistern vereinbart

„Wir haben mit den Dienstleistern Fehlerraten von 0,2% akzeptierte Logistik-Claims vereinbart. Das ist, verglichen mit dem Industrie-Standard, sehr ambitioniert. MAN hat zum Beispiel ein ähnliches Modell, zweigeteilt in Deutschland Nord und Deutschland Süd, und 0,5% Logistik-Claims als Akzeptanzgrenze definiert. Die Nachricht für Dienstleister kann eigentlich nur sein, dass wir heute schon eine viel bessere Qualität aus den LDC liefern können, und das bei sehr kurzer Anlaufzeit.“

Als flankierende Maßnahme zur Verbesserung seines Ersatzteilgeschäfts hat Fiat den Ersatzteil-Helpdesk Anfang 2008 aus Italien zurückgeholt und mit zwei Personen einen zentralen deutschsprachigen Helpdesk in Frankfurt am Main aufgebaut — heute sind dort acht Mitarbeiter beschäftigt. Dort wird etwa bei der Teileidentifizierung geholfen. „Sie glauben nicht, wie oft Händler falsche Teile bestellen und dann sagen, wir seien nicht lieferfähig“, erklärt Kremer.

Möglichst viele Flugstunden erzielen mit möglichst wenig Ersatzteilen

Der Slogan „More mobility for the world“ macht es deutlich: Bei der Ersatzteillogistik-Dienstleistung der Lufthansa Technik geht es um eine globale Themenstellung. Das Unternehmen hat seit 1996 ungefähr 35 Tochterunternehmen weltweit etabliert, entweder durch ein Joint Venture, Zukauf oder durch andere Hebel, um letztendlich ein globaler Versorger für Flugzeug-Ersatzteile zu sein und global die Wartung von Flugzeugen anbieten zu können.

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