Suchen

Ersatzteillogistik

Optimierungspotenziale in der Ersatzteillogistik heben

Seite: 3/6

Firmen zum Thema

„Unsere Aufgabenstellung ist es, mit möglichst wenig Flugzeugbauteilen möglichst viele Flugzeuge und damit letztendlich produzierte Passagier-Flugstunden in der Luft zu halten“, erklärt Michael Delion sein Geschäft, Vice President Asset Management bei der Lufthansa Technik AG.

Auch reparierte Flugzeugbauteile im Angebot

Gleichzeitig will es Delion schaffen, mit seinen Komponenten einen wirtschaftlichen Lebenszyklus von 20 Jahren hinzubekommen. Das heißt, Lufthansa Technik repariert die Flugzeug-Bauteile auch. Die maximalen Kosten für eine solche Reparatur belaufen sich dabei auf rund 30% des Wiederbeschaffungspreises.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 5 Bildern

„Unsere Kunden sind Wartungsbetriebe. Das heißt, das Flugzeug rollt nicht aus der Halle, wenn die Bauteile nicht pünktlich da sind. Wir reden hier über ungefähr 25000 verschiedene Artikel, und die gilt es, an 600 Lagerorten weltweit zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Stückzahl zu platzieren“, erklärt Delion die Randbedingungen für den in Hamburg ansässigen Ersatzteillogistik-Dienstleister.

1 Mrd. Umlaufteile im Bestand

Das Unternehmen versorgt seit dem Vertragsabschluss mit Aeroflot rund 2000 Flugzeuge, bei ungefähr einer Milliarde Bestand an Umlaufteilen. Für diese Aufgabenstellung stehen Lufthansa Technik nur rund 120000 Ersatzteile zur Verfügung, bei rund 7000 Materialanforderungen am Tag.

Und die Teile müssen zurückgeführt werden — eine Spezialität in der Ersatzteillogistik. „Wir versorgen nicht nur hin, sondern wir führen die reparaturfähigen Bauteile auch zurück und haben dazu ungefähr 300 auf der Welt verteilte Fertigungsstätten zur Verfügung, um die Teile wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand zu überführen“, zeigt Delion die Feinheiten seines Geschäfts auf.

Für zwei Materialanforderungen steht häufig nur ein Teil zur Verfügung

Lufthansa Technik hat ein breites Sortiment von über 1,1 Mio. Materialstämmen, und alle Bedarfe sind stochastisch. Das heißt, nur 10% der Bedarfe sind überhaupt im Vorwege determiniert, zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen agiert. In 24 Stunden an sieben Tagen der Woche und 365 Tagen im Jahr entstehen in diesem Geschäft konkurrierende Bedarfe: Für zwei Materialanforderungen steht dann häufig nur ein Teil zur Verfügung.

Dabei will Lufthansa Technik einen möglichst hohen Service-Level erreichen, weil die Flugzeuge sonst nicht pünktlich aus dem Reparaturhangar herauskommen. Die Kunden, also die Wartungsbetriebe, erwarten natürlich Nähe, das heißt, dass die Komponenten bei den Flugzeugen in der Halle sein müssen.

Wachstum ist strategischer Erfolgsfaktor in der Ersatzteillogistik

Als strategischen Erfolgsfaktor in seinem Geschäft sieht Delion ganz klar die Fähigkeit, wachsen zu können. Bei der Frage nach notwendigen Veränderungen, um künftig erfolgreicher sein zu können, definiert Delion die Notwendigkeit, sein Netzwerk und den Materialkreislauf neu zu gestalten.

(ID:329586)