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Ersatzteillogistik

Optimierungspotenziale in der Ersatzteillogistik heben

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John Deere realisiert rund 50% seines Umsatzes mit Landmaschinen, außerdem werden Bau- und Forstmaschinen sowie Maschinen zur Rasen- und Grundstückspflege verkauft. In der EAME-Region verfügt das Unternehmen über zwölf Fabriken, beschäftigt über 10000 Mitarbeiter und operiert mit knapp über 900 Vertriebspartnern. John Deere hat kein eigenes Service-Netzwerk.

Regionales Distributionszentrum unterstützt zentrales Ersatzteillager

Zu dem Zentrallager in Bruchsal gesellen sich ein regionales Distributionszentrum in Südafrika und ein sogenanntes Emergency-Lager in England. John Deere bezieht seine Ersatzteile überwiegend von seinen eigenen Fabriken. Es existieren jedoch auch Lieferanten, die Ersatzteile sofort ins Netzwerk liefern — etwa Schnelldreher wie Filter oder Batterien.

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Nach einer Konsolidierungsphase hat man bei John Deere im Jahr 2000 angefangen, die Hauptkostentreiber unter die Lupe zu nehmen: Frachtkosten, Personalkosten und Bestandskosten für Waren, die vorgehalten werden müssen, um die gewünschten Erfüllungsgrade bewerkstelligen zu können. Ein Faktor, den man in den letzten Jahren nicht beeinflussen konnte, waren die Frachtkosten. Man musste die Steigerung der Zuschläge durch die Carrier akzeptieren.

Ersatzteillogistik muss auf Frachtkosten achten

Und genau um diese Frachtkosten geht es. „Da wir durch die Erntemaschinen ein saisonales Geschäft zu bedienen haben, bei dem es in der Erntesaison darauf ankommt, die Teile im schnellstmöglichen Auslieferungsgrad verfügbar zu machen, haben wir uns in unseren Analysen der Frachtkosten in 2002 und 2003 auf unsere Hauptmärkte Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien konzentriert“, erklärt Fritz Rheindorf, Director Parts Operations EAME im John Deere European Parts Distribution Center in Bruchsal.

„Auf der einen Seite hat die Vertriebsorganisation immer mehr von uns verlangt, denn die wollten möglichst schnell ihre Vertriebspartner und Kunden bedienen. Auf der anderen Seite haben wir die Notwendigkeit gesehen, mit ihnen die Frachtkostenentwicklung und auch einzelne Bestandteile unserer Frachtkosten pro Land im Detail zu besprechen.“

Es ging um die Frage, ob ein noch besserer Ersatzteilservice wirklich sinnvoll ist und ob sich dieser Service bezahlt macht, sei es durch direkte Kostenbeteiligung der Vertriebspartner oder durch spätere höhere Ersatzteilverkäufe, die aus mehr Maschinenverkäufen resultieren.

„Milkrun“ oder Direktzustellung — Vertriebsweg beeinflusst Kosten

Beispiel Deutschland: Es war bekannt, dass es Teile gibt, bei deren Einbau der Vertriebspartner eine gewisse Zeit braucht, um eine Maschine auseinanderzubauen, damit das Teil eingebaut werden kann. Für diese Ersatzteile war es unsinnig, sie per Direktzustellungen innerhalb von zwei bis drei Stunden vor Ort zuzustellen, um sie dann erst fünf bis sechs Stunden nach ihrem Eintreffen einzubauen.

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