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Ersatzteillogistik

Optimierungspotenziale in der Ersatzteillogistik heben

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Bewirtschaftungslogiken müssten weiterentwickelt werden und eine stringente Auslegung einer Prozessorganisation sowie die effiziente Prozessunterstützung seien notwendig. „Das heißt, wir sind auf IT als Enabling-Technologie angewiesen“, erklärt Delion.

Re-Engineering für die Bewirtschaftungs-Prozesse

Dabei geht man bei Lufthansa Technik davon aus, dass man sowohl die Gestaltung also auch die Planung wie die Ausführung eines solchen Netzwerks konsequent bearbeiten und beherrschen müsse. Deshalb hat das Unternehmen seine Bewirtschaftungs-Prozesse einem Re-Engineering unterzogen.

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„Wir brauchen ein standardisiertes Netzwerk, in dem definierte Bausteine des Versorgungssystems mit bestimmten Regeln verknüpft sind“, so Delion. Eine Netzwerkplanung mit konkretem Ausbau und Dimensionierung des Netzwerks auf Basis dieser Bausteine werde dafür benötigt, mit vorgefertigten Systembausteinen zur Netzwerkgestaltung.

Mit „Vending Machine“ hat Lufthansa Technik einen neuen Begriff im Unternehmen geprägt — in Anlehnung an die DHL-Packstation oder den Cola-Automaten: Dahinter verbirgt sich das Modell, dass man am Automaten eine gefüllte Cola-Flasche bekommen und die alte auch dort wieder zurückgeben kann.

Ersatzteillogistik muss Komponenten am richtigen Ort konzentrieren

Warum sollte man dieses Modell nicht auch auf Flugzeugkomponenten und die Ersatzteillogistik anwenden können? In der Praxis komme es dann darauf an, in so einem gestalteten Netzwerk die geeigneten Komponenten in einer entsprechenden Kombinatorik auf wenige Standorte in der Welt zu konzentrieren.

Dabei stelle sich die Frage: Schaffe ich es zum Beispiel, weltweit innerhalb von zwölf Stunden an jedem Ort zu sein? Oder die Frage: Schaffe ich es beispielsweise, in einer Wartungshalle ein Gerät innerhalb von 15 Minuten auszulagern?

„Letztendlich geht es aber nur, wenn ich die Frage beantworten kann: Wie ist ein so gestaltetes Netzwerk in der Praxis überhaupt realisierbar?“, erklärt Delion. „Und die Frage: Wie bekomme ich ein Teil auf dem kürzesten Weg durch solch ein reales Netzwerk an einen beliebigen Punkt auf der Welt geliefert?“

Saisongeschäft bei Erntemaschinen verlangt schnelle Auslieferung

Nicht minder zeitkritisch stellt sich die Situation in der Ersatzteillogistik bei John Deere in Bruchsal dar. Dort sitzt das Zentrallager für die Regionen Europa, Afrika und Mittlerer Osten (EAME) des in den USA beheimateten Maschinenbauers, neben Zentrallägern in den beiden anderen wichtigen Hauptmärkten Nordamerika und Südamerika.

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