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Polyvel Europe auf der Fakuma 2018

Peroxidgranulate passen die Fließfähigkeit von Polyolefinen gezielt an

| Redakteur: Peter Königsreuther

Diese Zusätze in Granulatform sollen die präzise Einstellung des Schmelzflussindex (MFI) bei der Kunststoffverarbeitung erlauben. Der Fakuma-Aussteller Polyvel Europe legt bei seinem Messeauftritt einen besonderen Fokus auf diese wichtigen Verarbeitungshilfsmittel. Halle B4 am Stand 4502.

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Als hochreaktive Chemikalien sind Peroxide laut Polyvel Europe aus der Polymer Verarbeitenden Industrie nicht mehr wegzudenken. Durch die Beimischung zu Recycling-Polyethylen ließe sich der Melt Flow Index (MFI) absenken, damit die gewünschten niedrigviskosen Fließeigenschaften für die Folienextrusion, das Blasformen und das Extrusionsblasformen erreicht werden können. Fakuma Halle B4 Stand 4502.
Als hochreaktive Chemikalien sind Peroxide laut Polyvel Europe aus der Polymer Verarbeitenden Industrie nicht mehr wegzudenken. Durch die Beimischung zu Recycling-Polyethylen ließe sich der Melt Flow Index (MFI) absenken, damit die gewünschten niedrigviskosen Fließeigenschaften für die Folienextrusion, das Blasformen und das Extrusionsblasformen erreicht werden können. Fakuma Halle B4 Stand 4502.
(Bild: Polyvel)

Peroxide und die gängigen Peroxidkonzentrate liegen laut Polyvel Europe in der Regel als Pulver oder Flüssigkeit vor, wodurch vor allem die Lagerung und Dosierung sehr kritisch ist. Auch sind Peroxide in dieser Form hochreaktiv, sodass sie sich schnell verflüchtigen und entflammbare organische Verbindungen bilden können, wie es weiter heißt. Um das zu vermeiden habe die Polyvel nun Peroxidmasterbatches entwickelt. Das eigentliche Peroxid ist dabei, wie es heißt, komplett von einem polymeren Trägermaterial umschlossen und somit vor äußeren Einflüssen geschützt sowie ohne besondere Anforderungen voll lagerfähig. Wegen der Granulatform ermöglichten sie außerdem eine genaue und konstante Dosierung während der Verarbeitung.

Präzise MFI-Einstellung für Thermoplaste und Elastomere

Peroxidmasterbatches sollen sich etwa bei der Recompoundierung von Polyethylen (PE) bewähren. So wird Polyethylen durch den Zusatz von Peroxidmasterbatches zähflüssiger. „Für einige Verarbeitungsprozesse, wie das Extrusionsblasformen oder die Folienextrusion, ist ein sehr niedriger Schmelzflussindex notwendig“, erläutert Anno Sebbel, Sales Manager Europe bei der Polyvel Europe GmbH. Durch die Zugabe von geringen Mengen der Masterbatches lässt sich der gewünschte MFI präzise und einfach einstellen, erklärt Sebbel. Ebenso ermöglichten diese Granulate die Vernetzung von PE, Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (EVAC) und diversen Elastomeren.

Zur Herstellung der Additivbatches werde das Peroxid in ein polymeres Trägermedium eingearbeitet und anschließend zum Granulat verarbeitet. So kann die flüchtige Chemikalie vor Umwelteinflüssen optimal geschützt werden, sagt Polyvel. „Das Peroxid innerhalb der Pellets ist in dieser Form über mehrere Jahre haltbar, weil es nicht auf natürliche Weise entweichen kann“, merkt Sebbel an. Diese Masterbatches sind farblos, nach ISO 9001:2008 zertifiziert und leicht mit allen marktüblichen PE-Qualitäten mischbar.

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