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Aluminium Planfräser für abrasive Metalle

| Redakteur: Simone Käfer

Eine Alternative zu Hartmetallwerkzeugen um abrasive Metalle, speziell Aluminium, zu bearbeiten oder zu zerspanen, bietet Kennametal an. Mit seinen PKD-Planfräsern können je Schneidkante zehntausend Teile mit einem spiegelglatten Oberflächenfinish gefertigt werden.

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Die PKD-Planfräser der KBDM-Baureihe sind in Standardgrößen von 63 bis 200 mm ab Lager verfügbar. Auf Anforderung können Werkzeuge bis 550 mm Durchmesser gefertigt werden.
Die PKD-Planfräser der KBDM-Baureihe sind in Standardgrößen von 63 bis 200 mm ab Lager verfügbar. Auf Anforderung können Werkzeuge bis 550 mm Durchmesser gefertigt werden.
(Bild: Kennametal)

Mit den PKD-Planfräsern von Kennametal lassen sich Oberflächengüten von 2 bis 3 µm Ra erreichen. Bis zu 40.000 Motorblöcke, Zylinderköpfe oder andere Komponenten könnten laut Hersteller mit einer Schneidkante bearbeitet werden. Bei der neuen Planfräser-Baureihe wird für die Feinbearbeitung ein Aluminiumträgerwerkzeug mit Keilklemmung und einstellbaren Plattensitzen verwendet. Zur Auswahl stehen verschiedene Schneideinsätze aus polykristallinem Diamant (PKD). Diese reichen von Mini-Schneidplatten für leichte Schlichtschnitte bis hin zu Feinschlichtplatten und Kassetten-Fräseinsätzen mit einer axialen Schnitttiefe von 12,7 mm für die Schruppbearbeitung und das Schulterfräsen.

Die feinkörnige PKD-Sorte KD1400 ist bei einer guten Abriebfestigkeit besonders beständig gegen Ausbrüche, teilt der Hersteller mit. Die grobkörnige PKD-Sorte KD1425 hingegen ist weniger beständig gegen Ausbrüche, dafür aber besonders abriebfest und thermisch stabil. Beide Sorten ermöglichen je nach Legierung und Steifigkeit des Frässystems hohe Schnitttiefen.

Kennametal empfiehlt eine Ausgangsschnittgeschwindigkeit von 1000 m/min und einen Vorschub von 0,1 mm je Schneide, auch wenn deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe möglich sind.

Die PKD-Planfräser wurden für die Hochvolumenproduktion ausgelegt und sind standardmäßig in Größen von 63 bis 200 mm erhältlich. Es können jedoch auch kundenspezifische Lösungen bis 550 mm Durchmesser gefertigt werden, verspricht das Unternehmen. Möglich sei auch eine Lieferung von Monoblockversionen mit HSK-Werkzeugaufnahmen, links drehenden Fräsern sowie spezielle Schneidkantenausführungen und bestimmten Eckradien.

Die Justierung der PKD

Der Hersteller empfiehlt, die Planfräser der KBDM-Baureihe vor ihrem Einsatz mit einem optischen oder videobasierten Voreinstellgerät zu justieren. An die Feineinstell- und Befestigungsschrauben sowie an die Schneidkante sollte dabei eine kleine Menge Schmierstoff geführt werden. Nun wird an der axialen Einstellschraube gedreht, bis die Schneidplatte 0,010 bis 0,015 mm unter der endgültigen Höhe ist. Befestigungsschrauben mit 3,5 Nm Drehmoment anziehen und alle Schneidplatten auf die endgültige Höhe bringen. Wenn eine Feinschlichtplatte benutzt wird, sollte diese 0,015 bis 0,020 mm über den übrigen Schneidplatten sitzen.

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