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3D-Druck

Plastikabfall zu Hause in Kunststofffilamente für den 3D-Drucker verwandeln

| Redakteur: Stefanie Michel

Aus gebrauchten US-Milchflaschen wird zu Hause Filament für den 3D-Drucker.
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Aus gebrauchten US-Milchflaschen wird zu Hause Filament für den 3D-Drucker. (Bild: Michigan Technological University)

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Ein Team der Michigan Technological University hat ein Verfahren entwickelt, mit dem man Plastikabfall von US-Milchflaschen zu Hause recyclen kann, um sie als Filamente für den 3D-Drucker wieder zu nutzen.

Mit dem 3D-Drucker lassen sich bereits Produkte zu Hause fertigen. Doch nun kann der Anwender seine Kosten senken, indem er sein eigenes Filament aus gebrauchten Milchflaschen herstellt. Eine Studie, die Joshua Pearce von der Michigan Technological University geleitet hat, zeigte, dass die Herstellung dieses eigenen Kunststofffilaments für den 3D-Drucker weniger Energie verbraucht als das konventionelle Recycling der Milchflaschen.

Deshalb hat Joshua Pearce und sein Team ein Verfahren erarbeiten, um die US-Milchflaschen aufzubereiten: Nachdem sie gereinigt und in Stücke geschnitten wurden, lies man den Plastikanfall durch einen Aktenschredder laufen. Ein Recycle-Bot, also ein Extruder zum Selbstbauen, stellte dann aus dem Abfall das Filament für den 3D-Drucker her.

Abfall aus Milchflaschen in einem Extruder recyclen

Der Ansatz ist eine kostengünstige und umweltschonende Lösung zum Recyclen von Polyethylen, bei der das Recycling von zu Hause aus erfolgt. Damit lässt sich nicht nur viel Geld einsparen, sondern auch die Energiekosten minimieren. Auf diese Weise soll der Konsument vor allem bares Geld sparen. Denn der Rohstoff ist praktisch gratis.

„Im Verkauf kosten die Kunststoffdrähte etwa 40 Euro pro Kilogramm, während Milchflaschen fast gratis sind - auch wenn man die Anschaffungskosten für den Recycle-Bot von etwa 200 Euro in Betracht zieht“, so Pearce. Ebenso profitiert die Umwelt: „Der Recyclingprozess in den eigenen vier Wänden verbraucht etwa 90 % weniger Energie als die Produktion von neuem Material. Und verglichen mit herkömmlichen Recyclingprozessen wird dabei 70 bis 80 % weniger Energie verbraucht.“

Die Studie herunterladen

Die gesamte Studie „Life-Cycle Analysis of Distributed Recycling of Post-consumer High Density Polyethylene for 3-D Printing Filament“ von Megan Kreiger, Meredith Mulder, Alexandra Glover und Joshua Pearce erschien im Journal of Cleaner Production und ist als Download erhältlich:

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