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Weiterbildung PLM Professional – Zertifizierte Kompetenz

| Autor / Redakteur: Sebastian Adolphy und Robert Woll / M. A. Benedikt Hofmann

Der effiziente Umgang mit Produktdaten und Entwicklungswissen ist eine zentrale Herausforderung der arbeitsteiligen Entwicklung komplexer mechatronischer Systeme und Ausgangspunkt des Produktdatenmanagements (PDM). Mittels der Methoden des Produktlebenszyklusmanagement (PLM) befassen sich Unternehmen verstärkt mit der Steuerung und Verwaltung aller produktbezogenen Informationen für den gesamten Lebenszyklus.

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Der PLM Professional als Integrator.
Der PLM Professional als Integrator.
(Bild: Fraunhofer IPK )

Die erfolgreiche Durchführung der Kernaufgaben des PLM, die Integration und Steuerung von Informationen aus dem Produktlebenszyklus, ist anspruchsvoll. Insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung der Produktentwicklung und Produktion gewinnt PLM als Disziplin zunehmend an Bedeutung. Bewährte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte müssen sich in das Themenfeld einarbeiten. Die erfolgreiche „digitale Transformation“ kann nur mit Unterstützung kompetenter PLM-Experten gelingen.

Was aber genau macht einen PLM-Experten – einen PLM Professional – aus? Ein entsprechendes Berufsbild und die daraufhin ausgerichtete Ausbildung in Studium und Weiterbildung sind bisher sehr lückenhaft. Resultat dieser Situation ist, dass PLM-Praktiker sich in den Unternehmen aus sehr unterschiedlichen Disziplinen rekrutieren. Ingenieurwesen, Informatik und Betriebswirtschaft dominieren im Hinblick auf die ursprünglichen Disziplinen der Young Professionals und erfahrenen Quereinsteiger. Eine gemeinsame Weiterbildung muss daher die Sichtweisen dieser Disziplinen vereinen und ihnen einen gemeinsamen Einstieg in das interdisziplinäre Feld des PLM bieten.

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Rollen und Aufgaben des PLM Professionals

Ebenso vielfältig wie die ursprüngliche Ausbildung der heutigen PLM-Praktiker sind die Einsatzgebiete und auszufüllenden Rollen eines PLM Professionals:

  • Prozessverantwortlicher, der PLM-Lösungen für das Unternehmen plant, entwickelt, betreibt und dauerhaft etabliert,
  • Vermittler zwischen den ausführenden Fachabteilungen, internen (IT-Abteilungen) und externen IT-Spezialisten (IT-Vendoren, IT-Dienstleister),
  • strategischer Entscheider im Management, der richtungsweisende Festlegungen über die unternehmensweite PLM-Strategie und auch die Einführung neuer PLM-Lösungen trifft,
  • Projektleiter in PLM-Entwicklungs- oder Beschaffungsprojekten,
  • Berater im Vertrieb und der Einführung von PDM/PLM-Lösungen sowie
  • Entwickler von PLM-Lösungen bei einem Systemanbieter.

Eine Aufschlüsselung dieser Rollen in einzelne Aufgaben lässt erahnen, wie vielfältig und damit anspruchsvoll das Kompetenzprofil eines PLM Professionals ist:

  • Untersuchung des Zusammenspiels von Informationsflüssen zwischen beteiligten Personen, Modellen und IT-Werkzeugen in den Fachprozessen der Wertschöpfungskette
  • Spezifikation neuer oder angepasster IT-Lösungen unter Berücksichtigung der existierenden IT-Bebauung
  • Konzeption von Lösungsansätzen in einem PLM-System anhand von Produktstrukturen, Stücklisten, Varianten- und Konfigurationsmanagement, Workflows, Gültigkeiten und Zugriffsberechtigungen,
  • Anbahnung und Begleitung von Projekten zur Einführung neuer IT-Lösungen
  • Konzeption, Argumentation und Planung und Steuerung von Änderungsprozessen sowie
  • die Moderation der Kommunikation zwischen beteiligten Interessengruppen.

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