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Covestro auf der K 2019

Polycarbonat im umweltschonenden Kreislaufsystem

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die Kreislaufwirtschaft ist die Chance, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen in der Kunststoffindustrie zu verbessern, sagt Covestro. In Halle 6 am Stand A75 zeigt man, wie das mit PC-Abfällen klappen kann.

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Auf der K 2019 präsentiert Covestro ein neues Konzept zum Post-Consumer-Recycling (PCR) von Polycarbonatabfällen. Nutzbringend wirke sich dieses auf die Elektronikindustrie aus – zum Beispiel zur Herstellung von Laptops. Halle 6 am Stand A75.
Auf der K 2019 präsentiert Covestro ein neues Konzept zum Post-Consumer-Recycling (PCR) von Polycarbonatabfällen. Nutzbringend wirke sich dieses auf die Elektronikindustrie aus – zum Beispiel zur Herstellung von Laptops. Halle 6 am Stand A75.
(Bild: Covestro)

Nach eigener Aussage möchte Covestro ein Vorreiter auf dem Weg in eine Zukunft mit alternativen Rohstoffen werden. Dazu baut das Unternehmen Stoffkreisläufe über die ganze Wertschöpfungskette auf – von den Lieferanten über die eigene Produktion und Logistik bis hin zur Nutzung seiner Produkte und deren Wiederverwendung. Ein Kernelement beim Aufbau einer Kreislaufwirtschaft sei die Schließung des Kohlenstoffkreislaufs mit recycelten Rohstoffen. Auf der K 2019 präsentiert Covestro nun ein neues Konzept zum Post-Consumer-Recycling (PCR) von Polycarbonatabfällen und deren Nutzung in der Elektronikindustrie.

Kunststoff ist zu wertvoll zum einmaligen Gebrauch

„Polycarbonat wird in vielen hochwertigen Anwendungen genutzt und ist überdies sehr haltbar“, merkt Kayla Wu, Marketingmanagerin für Elektronikanwendungen von Polycarbonaten in der Region Asien-Pazifik, dazu an. Dieser Kunststoff sei außerdem viel zu wertvoll, um bereits nach einmaliger Nutzung entsorgt zu werden.

Die Markttreiber für ein werkstoffliches Recycling sind die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (UN-SDGs). Vor allem die Ziele Nummer 11 für nachhaltige Städte und Siedlungen sowie Nummer 12 für Nachhaltigkeit bei Konsum und Produktion stechen daraus hervor. Aber auch branchenspezifische Standards der Elektronikindustrie, zum Beispiel Eco-Label wie der Blaue Engel und das Elektronik-Umweltsiegel EPEAT, CSR-Initiativen von Unternehmen und nicht zuletzt ein wachsendes Verbraucherinteresse an nachhaltigeren Produkten treiben die Entwicklung von Recyclinglösungen voran, heißt es weiter.

Aus PC-Wasserflaschen werden hochwertige Elektronikkomponenten

Der auf der K 2019 vorgestellte geschlossene Stoffkreislauf beginnt mit der Herstellung von neuem, transparentem Polycarbonat bei Covestro und dessen Auslieferung an einen Hersteller von 5-Gallonen-Wasserflaschen. Dieser Kunde liefert die Flaschen an einen Wassererzeuger, der schließlich Verbraucher mit den gefüllten Flaschen versorgt. Diese könnten bis zu rund 50-mal wiederverwendet werden. Über die gleiche Wertschöpfungskette gelangen die Behälter am Ende ihrer Nutzungsdauer wieder über den Wasserproduzenten zum Flaschenhersteller zurück. Dann werden die Flaschen zerkleinert, gewaschen und gereinigt, erklärt Covestro.

Nach Prüfung der Qualität des Post-Consumer-Rezyklats wird daraus wieder Polycarbonatgranulat gemacht. Das recycelte Granulat wird von Covestro mit Neuware zu einem Polycarbonat-Blend veredelt. OEMs können daraus Laptop-, Kopierer- oder Druckerkomponenten sowie Ladestationen für Smartphones und andere elektronische Geräte spritzgießen, die dann wieder dem Verbraucher angeboten werden können.

r-PET und r-PC im nachhaltigen Mix

Covestro betont, dass das Konzept deutliche Vorteile im Vergleich zu bisherigen Recyclingansätzen für thermoplastische Kunststoffe mit sich bringt, denn oft wurde die Sammlung und stoffliche Sortierung von Post-Consumer-Produkten zu einer wahren Herausforderung. Auch Qualitätsschwankungen standen nicht selten einer effektiven und wirtschaftlichen Wiederverwertung von Thermoplastabfällen entgegen ,heißt es weiter. Vom neuen Konzept und dem dahinter stehenden Geschäftsmodell könnten nun alle Partner profitieren. Nicht nur die Elektro- und Elektronikindustrie sei sehr an recycelten Rohstoffen interessiert. Auch die automobile Wertschöpfungskette und dabei zum Beispiel die Batteriehersteller interessierten sich verstärkt für nachhaltigere Werkstoffe.

In einem weiteren Projekt arbeitet Covestro gemeinsam mit Partnern an der Wiederverwendung von Rezyklat aus Polyethylenterephthalat (PET)-Flaschen zusammen mit Polycarbonat. Beide Kunststoffe werden dabei zu einem PC+PET-Blend verarbeitet, aus dem wieder neue, wertige Produkte hergestellt werden können, sagt Covestro.

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