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Duromer-Recycling Polyurethan-Wertstoff soll wiederverwertet werden

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit anderen Partnern zusammen untersucht Covestro was man tun kann, um Polyurethanmaterial (PUR) vernünftig und zu einem deutlich höheren Prozentsatz recyceln zu können. „Puresmart“ heißt das zugehörige europaweit angelegte Forschungsprojekt, um das zu verwirklichen.

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„Puresmart“ heißt ein neues Forschungsvorhaben, das zum Ziel hat, das Recycling-Potenzial von Polyurethanprodukten besser zu nutzen, wie Covestro sagt. Das Duromer hat im Gegensatz zu Thermoplasten zwar viele Vorteile, lässt sich aber am Ende des Produktlebenszyklus nicht wieder einfach sortieren, reinigen und umschmelzen, um es wieder zu verwerten.
„Puresmart“ heißt ein neues Forschungsvorhaben, das zum Ziel hat, das Recycling-Potenzial von Polyurethanprodukten besser zu nutzen, wie Covestro sagt. Das Duromer hat im Gegensatz zu Thermoplasten zwar viele Vorteile, lässt sich aber am Ende des Produktlebenszyklus nicht wieder einfach sortieren, reinigen und umschmelzen, um es wieder zu verwerten.
(Bild: Covestro)

Das gesteckte Ziel ist es, einen kompletten zirkulären Produktlebenszyklus zu entwickeln und Polyurethan in ein wirklich nachhaltiges Material zu verwandeln, erklärt Covestro. Typische PUR-Teile sind etwa weicher und harter Schaumstoff, der beispielsweise für Matratzen und Polstermöbel sowie zur Isolierung von Gebäuden und Kühlgeräten benötigt wird.

Recticel koordiniert das PUR-Vorhaben

„PUReSmart“ läuft, wie es weiter heißt, über vier Jahre und wird mit 6 Mio. Euro von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizon 2020“ unterstützt (Vereinbarung Nr. 814543). Das von der belgischen Unternehmen Recticel koordinierte Projekt will erreichen, dass 90 % des Gebraucht-Polyurethans zurückgewonnen werden, um daraus Bausteine für bestehende oder auch neue Produkte zu erhalten. So soll ein neuartiges Polymer entwickelt werden, das, wie es weiter heißt, die Haltbarkeit von Duroplasten (oder Duromeren) und die Wiederverwertbarkeit von Thermoplasten in sich vereint. Das will man mit chemischen Prozessen erreichen. Damit ein effizientes chemisches Recycling gelingt, seien insbesondere auch intelligente Sortiermethoden erforderlich.

PUR ist zu wertvoll für die Entsorgung

Covestro befasst sich im Rahmen des Projekts damit, Polyurethane nach ihrer Nutzung bestmöglich chemisch zu recyceln und die so erzeugten Materialströme qualitativ aufzubereiten. So sollen hochwertige Rohmaterialen für neue Polyurethan-Anwendungen gewonnen werden. „Polyurethane sind eine besonders vielseitige und weit verbreitete Kunststoffklasse, die weltweit in vielen Anwendungen für Komfort und Sicherheit sorgt sowie als Dämmstoff zur Energieeinsparung und damit zur Nachhaltigkeit beiträgt“, sagt Dr. Nikola Schuck, die die Beiträge von Covestro innerhalb von PUReSmart leitet. „Nun gilt es, den nachhaltigen Wert des Materials auch für das Ende seiner Nutzungsphase zu erhöhen.“

Das sind die beteiligten Experten aus Forschung und Industrie:

An dem „PUReSmart“-Konsortium, das für eine nahtlose und komplette Wertschöpfungskette der Polyurethan-Wiederaufbereitung steht, sind neben Covestro und Recticel die Unternehmen BT-Wolfgang Binder (Österreich), Weylchem Innotec (Deutschland), Ecoinnovazione SRL (Italien) und Ayming (Frankreich) beteiligt, außerdem von akademischer Seite die Universität Ghent (Belgien), die KU Leuven (Belgien) sowie die Universidad de Castilla - La Mancha (Spanien). MM

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