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Steuerungstechnik

Präzise Dosiertechnik sorgt für eine ausschussfreie Produktion

| Autor/ Redakteur: Elisabeth Naderer / B.A. Sebastian Hofmann

Eine genaue Dosiertechnik ist für Hersteller von Hydrauliksteuergeräten unverzichtbar. In einer Anlage von Fichter Maschinen können die Dosierkomponenten von Viscotec mehrere Vorteile ausspielen.

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Die Wärmeleitpaste soll die auf den Leiterplatten entstehende Hitze innerhalb der Hydrauliksteuerungen an das Gehäuse abführen.
Die Wärmeleitpaste soll die auf den Leiterplatten entstehende Hitze innerhalb der Hydrauliksteuerungen an das Gehäuse abführen.
(Bild: Viscotec)

Seit 1969 fertigt IFM Electronic mit Hauptsitz in Essen Sensoren für Motion-Control- und Sicherheitstechnikanwendungen, Positions- und Prozesssensoren sowie Identifikationssysteme und Anlagen für mobile Arbeitsmaschinen. Bei der Herstellung von Hydrauliksteuergeräten für Nutzfahrzeuge ist der Industriebetrieb auf eine flexible und präzise Dosiertechnik angewiesen. Für mehrere Produktionsschritte ist eine genaue und einfache Reproduzierbarkeit der erforderlichen Fluide – beispielsweise von Klebern und Wärmeleitpasten – unverzichtbar.

Neue Dosierstation vereint mehrere Vorteile

Eine passende Lösung für diese Herausforderungen von IFM Electronic hat Fichter Maschinen aus Kressbronn konzipiert: eine Anlage, die diverse Füge- und Dosiervorgänge zuverlässig und akkurat durchführen kann. Sie besteht aus zwei Dosierstationen sowie aus einer Fügestation. Die Dosierstationen sind jeweils mit einem 2K-Dispenser und einem Viscotreat-R-Vorlagebehälter von Viscotec Pumpen- und Dosiertechnik ausgestattet. Bei der ersten Station der neuen Anlage findet eine Entnahme des Klebers „Delo Duopox AD821“ über Sauglanzen aus den 20-l-Hobbocken des Materiallieferanten in die Viscotreat-R-Vorlagebehälter statt.

Anschließend wird das zweikomponentige Material druckgeregelt aus dem Vorlagebehälter über eine Schlauchleitung zum Misch- und Dosierkopf der Dosierzelle zugeführt – je Komponente separat. Im nächsten Schritt findet die Mischung und anschließend die Dosierung des Materials zur Abdichtung in die Gehäuserahmen der Hydrauliksteuergeräte statt. Damit dieser Prozess reibungslos über die Bühne gehen kann, mussten vorab zahlreiche Anforderungen gemeistert werden:

  • eine möglichst lange autarke Laufzeit der Anlage, ohne dass ein Eingreifen von Bedienern notwendig ist;
  • die ergonomische Handhabung der Liefergebinde durch Sauglanzen;
  • die Konzeption eines geschlossenen Systems zum Schutz von Umwelt und Mitarbeitern;
  • ein sauberer Fadenabriss am Ende einer jeden Dosierung, um eine Verschmutzung des Bauteils und der Anlage zu vermeiden.

In der zweiten Dosierstation der Anlage wird die Wärmeleitpaste „Henkel-Bergquist Gapfiller 1500LV“ aufgetragen. Die Entnahme der Paste aus den 600-ml-Kartuschen des Materiallieferanten erfolgt hier über Kartuschenauspressungen. Der Gapfiller wird über Chemieschläuche zum Misch- und Dosierkopf in die Dosierzelle geführt und anschließend erfolgt die Dosierung des Materials auf die vorgegebenen Flächen einer Leiterplatte.

Der zweikomponentige Kleber wird kurz vor dem Auftragen gemischt und schließlich dosiert.
Der zweikomponentige Kleber wird kurz vor dem Auftragen gemischt und schließlich dosiert.
(Bild: Viscotec)

Ziel der Einbringung der Paste ist es, die dort entstehenden Temperaturen an das Gehäuse abzugeben. So kann der Wärmehaushalt des Steuergerätes und die damit verbundene Lebensdauer der Bauteile möglichst wirtschaftlich gehalten werden. Auch für diesen Teil der Anlage mussten einige Hürden genommen werden. Wichtig war:

  • die Gewährleistung einer ausreichenden Materialversorgung des Misch- und Dosierkopfes beim Dosieren der definierten Menge in der zur Verfügung stehenden Dosierzeit sowie
  • die Sicherstellung der Dosierung der hoch abrasiven Wärmeleitpaste mit hoher Standzeit des Dosierequipments (durch den Einsatz von speziellen Materialien im Bereich des Misch- und Dosierkopfes).

Ausschlaggebende Vorteile des Angebots von Viscotec waren dabei:

  • Flexibilität durch kundenspezifische Anlagenauslegung;
  • ein breites Wissen über die zu verarbeitenden Materialien;
  • speziell für das zu dosierende Medium ausgewählte beziehungsweise entwickelte Komponentenmaterialien im produktberührenden Bereich – insbesondere bei den Dispensern und Entnahmepumpen;
  • eine materialschonende Verarbeitung der Medien durch die besonders scherarme Wirkweise der Dispenser bei der Entnahme und der Dosierung.

Die Anlage verspricht deshalb nun eine hohe Prozesssicherheit und -effizienz. So wird bei IFM Electronic eine ausschussfreie Produktion gewährleistet, die keine unnötige Erhöhung der Produktionskosten mit sich bringt.

* Elisabeth Naderer ist die Marketingleiterin von Viscotec Pumpen- und Dosiertechnik in 84513 Töging am Inn, Tel. (0 86 31) 92 74-0, mail@viscotec.de, www.viscotec.de

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