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Industrie 4.0

Produkte und Produktion werden intelligent und kommunizieren

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Produktion stellt sich bei Industrie 4.0 auf Dinge ein, die heute noch unbekannt sind

Einen Schritt weiter geht Phoenix Contact mit dem Projekt „Automation für wandlungsfähige Produktionstechnik“ im Rahmen des Spitzenclusters „it's OWL“. Schon heute könne man die Produktion flexibel gestalten, um auf unterschiedliche Losgrößen oder kürzere Produktlebenszyklen zu reagieren, so Roland Bent. „Flexible Maschinen leisten aber nur das, was ich heute schon vordenken kann. Eine wandlungsfähige Produktion ist jedoch mehr. Sie kann sich auf Dinge einstellen, die ich heute noch nicht kenne.“

Wie das funktioniert? Dafür sind intelligente Steuerungen, Bediengeräte und Feldgeräte nötig, die mit der entsprechenden Software zur Selbstoptimierung ausgestattet sind. Dabei sollen Methoden und Verfahren zur Selbstoptimierung, wie maschinelles Lernen oder intelligente Steuerungs- und Regelungskonzepte, aus dem Forschungsprojekt Selbstoptimierung (itsowl-SO) der Universität Paderborn mit einfließen.

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Automatisierung setzt Vision von Industrie 4.0 nicht alleine um

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Ganz gleich, welche Ideen und Modelle man sich ansieht: Die Vision Industrie 4.0 funktioniert nur, wenn die Kommunikation funktioniert – sei es die Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), die Produkt-Maschine-Kommunikation oder die Kommunikation mit dem Bediener beziehungsweise Mitarbeiter. Vieles davon hat die Automatisierungsindustrie bereits realisiert, doch sie setzt die Ideen rund um Industrie 4.0 nicht alleine um. Mit dem standardisierten Kommunikationsprotokoll OPC UA (OLE for Process Control) können die Daten in der Automatisierungtechnik längst durchgängig miteinander kommunizieren. Ebenso einfach ist ein Datenaustausch möglich. Doch nun müssen die Automatisierer mit den Anbietern aus der IT- und Telekommunikationsbranche an gemeinsamen Systemen arbeiten – auch wenn Stefan Hoppe, Präsident der OPC Europe Foundation, die Lösungen aus der Automatisierung auf die anderen Branchen einfach übertragen will. Bestehende Modelle gibt es auf beiden Seiten; sie gilt es branchenübergreifend zu nutzen.

Der Weg zur Umsetzung der Idee Industrie 4.0 ist sicherlich noch weit, denn im Moment liegt der Anteil der Automation und IT in der modernen Produktion bei 30 bis 50 %. Deshalb liegt die aktuelle Aufgabe nun darin, alte Fabriken „evolutionär“ mit cyber-physischen Systemen auszustatten und fit für die Zukunft zu machen.

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