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Fertigungssysteme Produktion verdoppelt und Kosten um 50% gesenkt

| Autor/ Redakteur: Axel Warth / Mag. Victoria Sonnenberg

Automobilzulieferer streben nach höchster Qualität und niedrigsten Produktionskosten. Konventionelle Fertigungssysteme werden diesem Anspruch nicht mehr gerecht. Gefragt sind heute Fertigungsprozesse mit definierten Leistungsgarantien.

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Die Mikron Multistar LX-24 ist eine hochproduktive Transfermaschine für die Bearbeitung kleiner Präzisionsteile bis zu einem Durchmesser von 35 mm und einer Länge von 65 mm.
Die Mikron Multistar LX-24 ist eine hochproduktive Transfermaschine für die Bearbeitung kleiner Präzisionsteile bis zu einem Durchmesser von 35 mm und einer Länge von 65 mm.
(Bild: Mikron)

Ein Zulieferer der Automobilindustrie, der extrem präzise Einspritzkomponenten aus SUS03-Stahl herstellt, hat Mikron Machining einen Auftrag mit klaren Zielvorgaben erteilt: Die Produktion verdoppeln, die Kosten um 30% senken, die Produktionsfläche nicht vergrößern, eine Eingangskontrolle für Rohlinge integrieren und eine Komplettlösung inklusive Schneidwerkzeuge ausarbeiten.

Das jährliche Produktionsvolumen – verteilt über zwei Subunternehmer – beträgt bisher rund 14 Mio. Teile. Das bisherige Fertigungssystem besteht aus zehn kurvengesteuerten Planschlitten-Einspindel-Drehmaschinen, die pro Schicht vier Personen bedienen. Die Fertigungsfläche umfasst 77 m². Das Drehen ist vollständig automatisiert, gratfrei und erreicht eine Effizienz von 85 bis 90%. Die bereits sehr engen Toleranzwerte von ±6 µm für Durchmesser und Rundlauf der Teile müssen bei einer Maschinenfähigkeit (Cmk) von 1,67 praktisch halbiert werden. Hinzu kommen sehr strenge Vorgaben bezüglich Konzentrizität und Rauheit. Eine weitere Herausforderung besteht beim Rohmaterial, einem Draht mit 4 mm Durchmesser. Der Einspritzkomponenten-Hersteller hat vor Kurzem den Drahtlieferanten gewechselt und will deshalb die Qualität des neuen Rohmaterials ganz genau unter Kontrolle halten.

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Effekt des neuen Fertigungssystems

Aus zehn Maschinen mach zwei, aus vier Bedienern mach einen halben, aus 77 m2 Produktionsfläche mach 28 m2, aus 14 Mio. Teilen pro Jahr mach 26,5 Mio. Und dies bei halben Produktionskosten und erhöhter Qualität der Werkstücke: Das ist der Effekt des neuen Fertigungssystems, das Mikron Machining für den Automobilzulieferer entwickelt und implementiert hat. Die ursprünglichen Zielvorgaben übertrifft Mikron damit bei Weitem.

Fundament des Systems von Mikron ist die Transfermaschine Mikron Multistar LX-24. Mit ihren 24 Stationen und zwei Bearbeitungseinheiten pro Station ermöglicht sie die simultane Bearbeitung von 44 Einheiten. Da zum Laden und Entladen sowie für die komplette Bearbeitung des Werkstücks zwölf Stationen ausreichen, kann die Maschine im Doppelzyklus arbeiten und so das Produktionsvolumen verdoppeln. Die Qualität der Werkstücke übertrifft dabei die Vorgaben deutlich. Grund dafür ist die speziell von Mikron entwickelte Spannzangenfixierung, die das Werkstück erst nach vollständig abgeschlossener Bearbeitung wieder freigibt. Der insgesamt reduzierte Maschinen- und Personalbedarf steigert die Qualität ebenfalls.

Der Mikron Multistar LX-24 ist eine Mikron TR-42 Draht-Abschermaschine vorgeschaltet. Diese Maschine kontrolliert mittels Real-Time-Radiography (RTR) die Qualität des zugeführten Rohmaterials. Dank Röntgenstrahlen bleibt kein Materialfehler unentdeckt. Fehlerhaftes Material befördert die Maschine in einen separaten Behälter – mit einer Präzision von ±0,05 mm und einer Leistung von bis zu 500 Stück pro Minute.

* Axel Warth ist Head of Marketing & Business Development Mikron Machining bei der Mikron SA Agno in 6982 Agno (Schweiz), Tel. (00 41 91) 6 10 61 11, axel.warth@mikron.com

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