Persönliche Schutzausrüstung PSA zum Schutz vor Lichtbogenüberschlag

Autor / Redakteur: Marcus Dinse / M.A. Frauke Finus

Wenn Menschen mit Elektrizität zu tun haben, besteht immer die Gefahr von Stromschlägen oder Störlichtbögen. Deshalb ist die passende, isolierende, persönliche Schutzausrüstung (PSA) ein Muss, denn sie spielt eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Schwere der möglichen Verletzungen.

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Im Falle eines Lichtbogenüberschlags hängt die Schwere der möglichen Verletzung von der Stärke des Lichtbogens ab. Die Kraft der Explosion und die intensive Hitze eines Lichtbogens können äußere und innere Verbrennungen, Gehirnerschütterungen, einen Lungenkollaps und Gehörverlust verursachen.
Im Falle eines Lichtbogenüberschlags hängt die Schwere der möglichen Verletzung von der Stärke des Lichtbogens ab. Die Kraft der Explosion und die intensive Hitze eines Lichtbogens können äußere und innere Verbrennungen, Gehirnerschütterungen, einen Lungenkollaps und Gehörverlust verursachen.
(Bild: Honeywell)

Der Physiker und Elektroingenieur Nikola Tesla zeigte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts auf, welche Bedeutung der Elektrizität keine hundert Jahre später zukommen würde: „Unendliche Mengen an elektrischer Energie sind überall im Universum vorhanden. Energie, die wir nutzen können. Eines Tages werden alle Maschinen auf der Erde von diesen Energien angetrieben werden.“

Der Umgang mit elektrischer Energie gehört heutzutage in Industrie und Wirtschaft längst zum Tagesgeschäft und die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich. Diese Vielseitigkeit birgt allerdings auch Gefahren. Denn dort, wo Menschen mit Elektrizität zu tun haben, besteht immer das Risiko für Stromschläge oder im schlimmsten Fall das Auftreten von Störlichtbögen. „In Arbeitsumgebungen können und müssen wir elektrischen Risiken durch eine Gefahrenanalyse entgegenwirken und konkrete Maßnahmen für sichere Arbeitsbedingungen treffen. Deshalb ist passende persönliche Schutzausrüstung (PSA) wie isolierende Schutzhandschuhe und weitere Schutzausrüstung ein absolutes Muss. Sind die Risiken nicht durch andere Maßnahmen zu beseitigen, müssen diese Gefahren durch die richtige Ausrüstung minimiert werden“, sagt Carlo Granata, Manager Electrical Safety EMEAI bei Honeywell Industrial Safety, einem der weltweit führenden Anbieter persönlicher Schutzausrüstungen.

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Die Gefahr von Lichtbögen wird oft unterschätzt

„Das Risiko eines Stromschlags ist hinlänglich bekannt, aber Lichtbögen sind eine weniger bekannte Gefahr und sie werden nur allzu oft unterschätzt – mit potentiell tödlichen Folgen“, erklärt Granata weiter. Ein Lichtbogen ist eine explosive Spannungsentladung. Dieser kann ein breites Spektrum an elektromagnetischer Energie in Form von Wärme, Flammen und Spritzern geschmolzenen Materials freisetzen. Die Temperaturen von Lichtbögen können bis 19.400 °C erreichen und an den Bogenenden sogar überschreiten. Die massive Energiefreisetzung, zu der es bei einem Lichtbogen kommt, verdampft die betroffenen Metallleiter und stößt geschmolzenes Metallplasma mit außerordentlicher Kraft nach außen.

Im Falle eines Lichtbogenüberschlags hängt die Schwere der möglichen Verletzung von der Stärke des Lichtbogens ab. Die Kraft der Explosion und die intensive Hitze eines Lichtbogens können äußere und innere Verbrennungen, Gehirnerschütterungen, einen Lungenkollaps und Gehörverlust verursachen. Hierbei spielen die Entfernung der betroffenen Person zum Lichtbogen und die Schutzausrüstung, die sie trägt, eine entscheidende Rolle bezüglich der Schwere der Verletzungen, die schwer bis tödlich ausfallen können. Die Körpervorderseite, das Gesicht und die Hände sind meistens der größten Gefahr ausgesetzt. Entsprechend liegt hier das Hauptaugenmerk für persönliche Schutzausrüstungen.

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