Anbieter zum Thema
Auch der Pulsverlauf kann moduliert und damit die Durchmischung des Schmelzbades gesteuert werden. Unabhängig von Pulsdauer, -form und -modulation gewährleistet eine adaptive Closed-Loop-Regelung, dass der Laser stets genau und leistungsstabil arbeitet.
Laser erzeugt optimales Schweißbild auch nach dem Schleifen
Das Ergebnis überzeugt: Werkzeugstahl 1.2379, der insbesondere für Schnittkanten von Hochleistungsschnitt- und Stanzwerkzeugen eingesetzt wird, kann man auf der PSM 400 vollkommen rissfrei schweißen. Die Anlage arbeitet punktgenau und erzeugt ein deutlich besseres Schweißbild als konventionelle Laserbearbeitungsmaschinen. Im Vergleich zum weitverbreiteten Pulver ermöglicht der Draht als Zusatzwerkstoff einen wesentlich feineren Materialauftrag.
Für regelmäßig vorkommende Werkstoffe und Drahtstärken sind in der Anlage individuelle Parameter hinterlegt. Die Empfehlungen von Lasag und Schunk wurden dazu entsprechend den Kundenanforderungen weiter verfeinert, das Schweißbild optimiert und Lagebindefehler eliminiert.
Auf Basis von Versuchsreihen haben die Laser- und Oberflächenspezialisten bei Reichle die Prozessparameter schließlich so definiert, dass nach dem Verschleifen keine Schatten entstehen. Dabei zahlt sich aus, dass das Unternehmen sämtliche Bearbeitungsverfahren unter einem Dach vereint. So können WIG- und Laserschweißen, Verschleifen, Polieren, Gravieren und Sandstrahlen gezielt aufeinander abgestimmt werden.
Saubere Ergebnisse auch beim Laserschweißen mit dicken Drähten
Bei Reichle wägt man genau ab, wo eher mit feinen und wo eher mit dickeren Drähten gearbeitet wird. Die Parameter konnten so verfeinert werden, dass sich auch mit dickeren Drähten saubere Ergebnisse erzielen lassen. Vor allem bei genarbten und anderen komplexen Oberflächen zahlt sich dieses Know-how aus.
Mit der PSM 400 lassen sich Höhen zwischen 0,1 und 0,7 mm in einer Lage realisieren. Werden größere Materialaufträge benötigt, werden in Absprache mit dem Kunden WIG- und Laserschweißen miteinander kombiniert, um ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erzielen. Dabei spielt immer auch die absolute Zeit eine Rolle, schließlich geht es oft um die Reparatur von in der laufenden Produktion beschädigten Werkzeugen.
Steuerung der Lasermaschine generiert in Sekundenschnelle Schweißbahn im Raum
Qualität und Zeit – diese beiden Faktoren waren auch bei der Entwicklung der PSM 400 maßgebend. Mithilfe einer bedienerfreundlichen Look-ahead-Steuerung sowie einer Teach-Funktion für Linie, Bogen, Kreis und Spline verbindet die Steuerung in Sekundenschnelle Null- und Endpunkt und generiert daraus die Schweißbahn im dreidimensionalen Raum.
Um einen Kreis zu programmieren genügen drei Punkte, die mithilfe einer Circle-Funktion automatisch zu einem Kreis verbunden werden. Am Monitor werden schließlich die Anzahl der Bahnen, die Bahnabstände und die Bahnverteilung eingegeben.
(ID:27848060)