PUR-Verarbeitung PUR-Hochdrucktechnik punktet bei FIPFG mit Prozessvorteilen
Selbstreinigende Mischköpfe, Direktverkettung mit Spritzgießmaschinen und hohe Verfügbarkeit sprechen für die PUR-Hochdrucktechnik bei der Applikation von Dichtungsraupen. Damit ist sie mindestens genauso wirtschaftlich wie konventionelle FIPFG-Verfahren, auch beim Auftragen auf Metalloberflächen.
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Sowohl im Fahrzeugbau als auch in anderen Anwendungsbereichen werden immer häufiger direkt nach der Herstellung eines Bauteils in einem zweiten Fertigungsschritt Dichtungen auf das Bauteil aufgebracht. Üblicherweise geschieht das im Niederdruckverfahren.
PUR-Dichtungen für Hochdrucktechnik modifiziert
Krauss-Maffei hat dagegen für Dichtungen aus Polyurethan (PUR) die Hochdrucktechnik modifiziert. So wurden auf der Fakuma 2008 erstmals Hochdruck-Dosieranlagen und -Mischköpfe für FIPFG-Anwendungen (formed in-place foam gaskets) im Rahmen einer Serienfertigung vorgestellt. Anlagen und Mischköpfe sind speziell auf die Anforderungen der Kleinmengendosierung und Dichtraupenapplikation zugeschnitten (Bild 1).
Nach der Entformung des Trägerbauteils – auf der Messe war es ein Deckel für eine Automobilelektrobox – entnimmt ein Industrieroboter das Bauteil und führt es einer Oberflächenaktivierung mittels Beflammung oder Plasmaaktivierung zu. Danach folgt die Applikation der Dichtung.
PUR-Komponenten werden auch bei geringem Durchsatz gut gemischt
Dazu werden die PUR-Komponenten durch eine Kleinmengen-Dosieranlage mit geregeltem Durchfluss und gleichbleibendem Druck zum Mischkopf gefördert. Das spezielle Design der von Krauss-Maffei konzipierten Mischköpfe gewährleistet bei kleinen Durchsatzmengen ein sehr gutes Vermischen der Komponenten und erlaubt einen gleichmäßigen und rückstandsfreien PUR-Gemisch-Austrag.
Nach abgeschlossenem Auftrag legt der Roboter die Bauteile auf ein Förderband ab. Durch Verwendung hochreaktiver Schäume sind die Bauteile bereits nach weniger als 1 min klebefrei.
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