Karriere-Kongress Womenpower

Rekordverdächtiges Jubiläum einer modernen Frauenbewegung

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Man muss aus der eigenen Komfortzone heraus

Dass die Dynamik von Innovationen mitunter beängstigend sein kann, hielt Asgodom wie folgt fest: „Man hat ja Angst, dass man morgens an den Kühlschrank kommt, der sich aber nicht öffnen lässt und dann zu mir sagt: Ihre Waage hat nein gesagt“. Der Podiumsdiskussion war ein einheitlicher Tenor zu entnehmen. „Man muss aus der eigenen Komfortzone heraus und schauen, was es da noch so gibt“, so Strathmann. Dabei sei Kommunikation mitunter der wichtigste Skill, den man als Arbeitnehmer sich erarbeiten könne. Auch das kontinuierliche Lernen und der Mut für die anstehenden Aufgaben machten bereit für Veränderungen, hieß es von den Podiumsdiskutanten.

Mut zu Veränderungen zeigte auch der Womenpower-Kongress und verlieh anlässlich des 10. Jubiläums der Veranstaltung erstmals den mit 5000 Euro dotierten Karrierepreis „Engineer Powerwoman 2013“ an eine Vorreiterin aus dem MINT-Bereich.

Ausgezeichnet wurde die Ingenieurin Nicole Kreie von der Wago Kontakttechnik. Die Vorsitzende der Jury, die Osnabrücker Hochschulprofessorin Barbara Schwarze, überreichte den Preis stellvertretend für den Beirat des Kongresses an die erste Gewinnerin des Preises. Die Personalabteilung des auf elektrische Verbindungs- und Automatisierungstechnik spezialisierten Unternehmens Wago hatte die 41-Jährige aufgrund ihres erfolgreichen Wirkens nominiert.

„Ich freue mich sehr über den Preis, denn er ist ein deutliches Signal, dass wir Frauen auch in technisch geprägten Berufen etwas bewegen können“, erklärte Kreie.

Dass die elfköpfige Jury sich für Nicole Kreie als erste Preisträgerin entschieden hat, begründet sie unter anderem damit, dass sich die Mindenerin außer in ihrem Beruf als Mentorin an der Fachhochschule Köln engagiert.

Erfahrungen teilen und auf die Welt der Technik vorbereiten

Dort hält sie unter anderem Vorträge über die Perspektiven von Ingenieurinnen: „Ich möchte junge Frauen an meinen Erfahrungen teilhaben lassen und sie möglichst gut auf den Einstieg in die Welt der Technik vorbereiten“, so Kreie weiter. Zudem engagiert sich die Preisträgerin seit 2010 als Role Model in dem VDI-Projekt MINTalente und gibt interessierten jungen Frauen Orientierung bei der Studien- und Berufswahl. Bei Vorträgen und Informationsveranstaltungen berichtet sie von ihrem Werdegang und ihrem Arbeitsalltag und gibt ihre Begeisterung an den weilblichen Nachwuchs weiter.

Seit 2011 leitet Nicole Kreie die zehnköpfige Abteilung (vier Frauen, sechs Männer) des internationalen Projektservice. Dies umfasst das Lösungsgeschäft von der Projektierung bis zur Fertigung, das sie am Wago-Produktionsstandort im thüringischen Sondershausen federführend vorangetrieben hat. „Dieser Preis untermauert unsere Bemühungen, verstärkt junge Frauen für einen technischen Beruf und eine Karriere in unserem Hause zu gewinnen, wofür wir zahlreiche Aktionen gestartet haben“, betont Wago-Personalleiterin Tordis Eulenberg.

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