Abwärtstrend Rheinmetall-Aktie leidet nach Projektpleite mit Fregattenbau

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Nachdem sich die Hoffnung auf einen Großauftrag für Fregatten (Typ F126) ins Wasser gefallen ist, straft die Börse den bisherigen Überflieger Rheinmetall ab, so die dpa.

Kein Stapellauf! Sechs Fregatten des Modells F126 hätte Rheinmetall als maritimes Bauprojekt gerne geangelt. Doch der Bund hat das Ganze jetzt gestoppt. Die Rheinmetall-Aktie sackte ein Stück weiter ab. Dafür freut sich jetzt TKMS über einen Regierungsauftrag ...(Bild:  dpa)
Kein Stapellauf! Sechs Fregatten des Modells F126 hätte Rheinmetall als maritimes Bauprojekt gerne geangelt. Doch der Bund hat das Ganze jetzt gestoppt. Die Rheinmetall-Aktie sackte ein Stück weiter ab. Dafür freut sich jetzt TKMS über einen Regierungsauftrag ...
(Bild: dpa)

Noch im Herbst war ein Anteilsschein der Düsseldorfer Waffenschmiede gut 2.000 Euro wert – und damit circa 20 Mal so viel wie vor Beginn des Ukraine-Kriegs. Danach aber ging es schrittweise nach unten und mancher Finanzexperte fragte sich, ob sich der Rüstungskonzern mit seinen prallvollen Auftragsbüchern in diversen Bereichen nicht übernommen haben könnte. Nun drückte eine neue Nachricht aus dem vor einiger Zeit hinzugekauften Schiffsbereich (die Lürssen-Marinesparte) die Aktie noch weiter nach unten.

Rund 2,3 Milliarden hat der Steuerzahler für nichts los

Denn wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt, verfolgt es den Bau von sechs Fregatten nicht weiter. Diesen Auftrag hielt das niederländische Unternehmen Damen, doch in dem Vorhaben war, wie das Ministerium formuliert, sprichwörtlich der Wurm drin, außerdem seien die Kosten explodiert. Rheinmetall machte sich für das Projekt auch stark, geht nun aber leer aus. Eine Art Schadensersatz von den Niederländern gebe es auch nicht, obwohl der Bund bereits 2,3 Milliarden Euro hineingebuttert hat. Stattdessen plant die Bundesregierung nun den Kauf von acht Fregatten des Typs Meko A-200 – ein U-Boot-Jäger – von der Thyssenkrupp-Tochter TKMS. Während der TKMS-Aktienkurs daraufhin anzog, büßte das Rheinmetall-Papier zeitweise etwa 20 Prozent an Wert ein. Inzwischen sind es nur noch circa 950 Euro pro Aktie, wie es weiter heißt.

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