Aufrüstungsrückenwind

Rüstungskonzern Rheinmetall zielt auf starkes Wachstum

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Das sind die Rheinmetall-Zahlen 2025

Mit Blick auf das fortgeführte Geschäft (eben ohne die Autozulieferung) stieg der Umsatz im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 29 Prozent (auf 9,94 Milliarden Euro). Zuletzt hatte Rheinmetall jedoch ein Wachstum zwischen 30 und 35 Prozent angepeilt. Das operative Ergebnis verbesserte sich um ein Drittel (auf 1,84 Milliarden Euro). Die entsprechende Marge lag danach bei 18,5 Prozent. Hier hatte der Rüstungskonzern 18,5 bis 19 Prozent anvisiert. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre – vor allem wegen höherer Verluste aus nicht fortgeführten Geschäften – ein niedrigerer Gewinn von 696 Millionen Euro (nach 717 Millionen Euro ein Jahr zuvor). Die Aktionäre sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie erhalten. Das ist deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten. Fürs Vorjahr wurden 8,10 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet.

Verkauf des Autogeschäfts zieht sich hin

Der Verkauf des Geschäfts rund um die Autozulieferung schleppe sich aber unerwartet dahin. Rheinmetall peilt für eine Vertragsunterzeichnung nun spätestens das dritte Quartal an. Im Dezember 2025 zeigte sich der Rüstungskonzern noch so optimistisch, dass bereits im ersten Quartal alles abgehandelt sein könnte. Damals hieß es, dass mit zwei Bietern verhandelt wird. Man stehe aber mittlerweile kurz vor davor, sich für einen der beiden zu entscheiden, kommentierte Papperger bei einer Pressekonferenz. Die Sparte ist für Rheinmetall nach eigenen Angaben ein Klotz am Bein. Denn der Umsatz sank 2025 um fast 13 Prozent, die operative Ergebnismarge betrug nur drei Prozent.

Neuer Krieg im Iran pusht Bestellungen bei Rheinmetall

Im Rüstungsgeschäft rechnet Rheinmetall dagegen auch längerfristig mit glänzenden Aussichten. Die Düsseldorfer bestätigten ihre Mittelfristziele und wollen den Umsatz bis 2030 auf rund 50 Milliarden Euro in etwa verfünffachen. Die operative Marge soll dann bei mehr als 20 Prozent liegen. Parallel soll die Beschäftigtenzahl auf 70.000 mehr als verdoppelt werden. Denn außer dem massiven Rückenwind durch den Ukraine-Krieg profitiert Rheinmetall nun auch von der Eskalation im Iran. Der Rüstungskonzern versorgt etwa die USA und dessen Verbündete unter anderem mit Raketen und Luftverteidigungssystemen. Papperger sprach von einem erheblichen Wachstumsschub durch den neuen Konflikt. Die Rheinmetall-Systeme würden dringend gebraucht, weshalb die Telefone permantent klingelten.

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