Robotertechnik Roboter automatisiert das Handling an Druckgussmaschinen

Redakteur: Rüdiger Kroh

In einer Taktzeit von rund 30 s entnimmt ein Roboter die Bauteile aus einer Druckgussmaschine, sprüht die Form, prüft die Gussstücke, kühlt sie ab und schleust sie aus. Bei einem neuen Bauteil benötigt der Roboter nur fünf Einzelpunkte, sodass ein Umrüsten in kürzester Zeit möglich ist.

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Bild 1: Der Roboter entnimmt in einem Arbeitsschritt das Teil aus der Maschine und besprüht die Form. (Bild: Kawasaki)
Bild 1: Der Roboter entnimmt in einem Arbeitsschritt das Teil aus der Maschine und besprüht die Form. (Bild: Kawasaki)

Druckguss ist ein industrielles Gussverfahren für die Serien- oder Massenproduktion von Konstruktionsteilen. Die Sander GmbH ist spezialisiert auf Aluminium- und Zinkdruckguss. Beliefert werden Branchen wie Automotive, Hausgerätetechnik, Elektrotechnik, Bauzubehör und Maschinenbau. Um den Workflow bei dem Ennepetaler Unternehmen zu optimieren, wurde Kawasaki Robotics mit der Konzeption und Durchführung einer Automatisierungslösung beauftragt.

Effizienz des Workflows nimmt mit dem Automatisierungsgrad zu

Je größer die Stückzahlen sind, desto sinnvoller ist der Einsatz von Robotertechnik in der Produktion. Ein Beispiel dafür ist eine Anwendung, bei der Druckgussteile für die Automobilzulieferindustrie hergestellt werden. Je mehr Schritte automatisiert werden, desto effizienter gestaltet sich der Workflow.

In fünf Einzelschritten - Teile greifen, Form sprühen, Teilekontrolle auf Vollständigkeit, abkühlen und ausschleusen - erreicht der Roboter dabei eine Gesamttaktzeit von etwa 30 s.

Unabhängig von Stückzahl und Werkstoffanforderungen arbeitet der Roboter seinen Prozess ab. Wird ein neues Bauteil gegossen, werden die Einzelpunkte (Greifpunkt, Sprühweg, Prüfmuster, Abkühlzeit und Ablageposition) dem Roboter neu mitgeteilt. Auf diese Art und Weise entsteht eine Bibliothek an Programmen, die, sobald ein Bauteil einmal gefertigt wurde, ein Umrüsten in kürzester Zeit ermöglicht.

Auch dünnwandige und filigrane Produkten mit einer homogenen Oberfläche können hergestellt werden

Das flüssige Metall wird unter hohem Druck in das vorgeheizte Werkzeug gepresst. Damit ist gewährleistet, dass auch feinste Strukturen bis ins letzte Detail ausgefüllt werden. Diese Technik ermöglicht auch die Herstellung von dünnwandigen und filigranen Produkten mit einer homogenen Oberfläche. Das mittels Kolben eingeschossene Material wird so lange im Werkzeug gehalten, bis Teilestabilität erreicht ist.

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