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Expertenplattform soll Wissensaustausch ermöglichen
„Wir müssen nicht nur die Technik immer weiter verbessern, sondern auch die Akzeptanz durch die Menschen fördern, wenn der Service-Roboter in der Pflege eine Zukunft haben soll“, ist Schunk überzeugt. Diesen beiden Zwecken dienen auch die von Schunk initiierten, jährlichen Expert Days (mehr dazu auch im Interview mit Henrik A. Schunk). Es ist eine Plattform, auf der sich inzwischen die maßgeblichen Forscher aus der Welt der Robotik treffen und austauschen. „Heute werden die Nutzer intensiv in die Entwicklung von Service-Robotern einbezogen“, ist Roboterexperte Martin Hägele vom Stuttgarter IPA überzeugt.
Er hat die diesjährigen Expertentage moderiert. Diese Einbeziehung sei zwingend nötig, damit die Eintrittsbarrieren sänken, also die Vorbehalte, die man gegenüber Maschinen hat, auf die man sich plötzlich verlassen soll. Bei allen Entwicklungen in der Service-Robotik werde die Akzeptanz immer mitgedacht, meint Hägele. Dabei überlegen die Wissenschaftler auch, ob es sinnvoll ist, Service-Robotern ein menschliches Aussehen zu geben oder ob das nicht vielleicht sogar hinderlich für ihre Akzeptanz beim Nutzer, sprich, dem alten oder kranken Menschen ist. Der Umgang mit „bloßen“ Maschinen ist den Menschen dagegen schließlich schon in vielfältiger Hinsicht vertraut.
Weiterentwicklung bekannter Gerätschaften verbessert die Akzeptanz
Eine andere Möglichkeit, die Akzeptanz zu steigern, ist die Weiterentwicklung bekannter Gerätschaften. Eines Rollstuhls, zum Beispiel. Das Institut für Automation an der Universität Bremen hat einen solchen Rollstuhl der nächsten Generation entwickelt. Der „Friend“ wird dort als „funktionaler Roboterarm mit einer nutzerfreundlichen Schnittstelle für behinderte Personen“ beschrieben.
Er ist ein Roboter, der entwickelt wurde, um behinderte und ältere Menschen in den Aufgaben des täglichen Lebens zu unterstützen – vom Zubereiten und Servieren von Mahlzeiten etwa. Mit Hilfe von „Friend“ können Menschen, die zum Beispiel aufgrund eines Schlaganfalls querschnittsgelähmt sind oder schwere Lähmungen besitzen, bestimmte Aufgaben im täglichen Leben wieder selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe durch
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