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Robotergestützte Fertigung Roboter, Werkstückpositionierer und Handlingsysteme fertigen gemeinsam

| Autor / Redakteur: Stefanie Nüchtern-Baumhoff / Mag. Victoria Sonnenberg

Fendt ist die High-Tech-Marke in der AGCO-Corporation, Hersteller und Anbieter von Landmaschinen. Am Standort Asbach-Bäumenheim stellen Roboter, Werkstückpositionierer, Handlingsysteme und manuelle Schweißtechnik gemeinsam High-Tech-Traktorkabinen her.

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Am Standort Asbach-Bäumenheim fertigen 1.200 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb die Sicherheitskabinen für die High-Tech-Traktoren von Fendt.
Am Standort Asbach-Bäumenheim fertigen 1.200 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb die Sicherheitskabinen für die High-Tech-Traktoren von Fendt.
(Bild: eckhardreuterfotodesign)

Die AGCO-Corporation gehört zu den weltweit größten Herstellern und Anbietern von Landmaschinen. Zum Gesamtangebot gehören Traktoren, Mähdrescher, Futterernte- und Drillmaschinen, Düngerstreuer sowie Bodenbearbeitungsgeräte.

Rund 30 Jahre beträgt die durchschnittliche Nutzungsdauer der Fendt-Traktoren, die sich durch besondere Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig geringem Kraftstoffverbrauch auszeichnen.

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Am Standort Asbach-Bäumenheim fertigen 1200 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb die Sicherheitskabinen für die High-Tech-Traktoren von Fendt. Angefangen von der Blech- und Profilfertigung, über die Schweißerei und Lackiererei bis hin zur Kabinenmontage werden pro Jahr circa 18.000 Kabinen hergestellt. Insgesamt können Kunden zwischen mehr als 20.000 Kabinenvarianten wählen.

70 m lange Fertigungslinie

Die komplexe Fertigungslinie zum Verschweißen der Kabinen ist mit neuester Technik von Cloos ausgestattet. Sie ist mehr als 70 m lang und besteht aus zwölf Stationen. In sieben Anlagen mit insgesamt 19 Robotern vom Typ QRC 350 sowie QRC 410 (ausgestattet mit sieben Achsen) und an sechs Arbeitsplätzen zum Handschweißen werden pro Schicht bis zu 23 Kabinen im MAG-Prozess geschweißt. Die teilweise automatische Transporttechnik ermöglicht den reibungslosen Bauteiltransport zwischen den unterschiedlichen Fertigungsschritten. So ergeben sich optimale Logistikwege, kurze Taktzeiten sowie ein geringer Platzbedarf für Bereitstellungsflächen.

Manuelle und automatisierte Schweißtechnik im Einklang

In der Fertigungslinie arbeiten die manuelle und automatisierte Schweißtechnik Hand in Hand. Die Kabinen werden zunächst in den manuellen Stationen geheftet, wo Schweißgeräte vom Typ Qineo Step 350 zum Einsatz kommen. Dieses stufengeschaltete MSG-Schweißgerät zeichnet sich durch einen ruhigen, stabilen Lichtbogen und die geringe Spritzerbildung aus.

Im Anschluss an das manuelle Heften werden die Kabinen in den automatisierten Roboteranlagen verschweißt. Dort bringen die Positionierer das komplexe Werkstück in eine für das Schweißen optimale Lage. So werden schwer zugängliche Stellen erreicht und eine optimale Schweißnahtqualität erzielt. Die Werkstück-Positionierer bestehen aus jeweils zwei Stationen und sind mit einer standardisierten Wechselvorrichtung ausgestattet, die sich den unterschiedlichen Kabinenvarianten automatisch anpasst. Die verschiedenen Kabinenvarianten können ohne einen Vorrichtungswechsel und weitere Umbaumaßnahmen verschweißt werden. Dies reduziert Rüstaufwände auf ein Minimum.

Alle Anlagen sind als Mehr-Stationen konzipiert, sodass die Roboter zwischen den einzelnen Stationen hin und her pendeln können, was ein hohe Flexibilität und Anlagenverfügbarkeit gewährleistet. Die Fertigungslinie arbeitet absolut zuverlässig. Aufgrund der hohen Anlagenverfügbarkeit von mehr als 97 % bietet Fendt eine hohe Produktverfügbarkeit.

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