Eutect GmbH Roboterautomation macht Lötprozesse flexibeler und effizienter

Autor / Redakteur: Florian Schildein / Peter Königsreuther

Entscheidet sich ein Anwender für die Automatisierung, ist der treibende Faktor meist die Zeit. Beim Löten von anspruchsvollen sowie individuellen Elektronikprodukten wird die Fertigung weniger durch kurze Zyklen als durch Flexibilität und Effizienz optimiert.

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Ein in der Eutect-Lötzelle kopfüber montierter Sechs-Achs-Roboter maximiert die Anwendungsmöglichkeiten bei minimalem Raumbedarf.
Ein in der Eutect-Lötzelle kopfüber montierter Sechs-Achs-Roboter maximiert die Anwendungsmöglichkeiten bei minimalem Raumbedarf.
(Bild: Eutect)

Seit über 20 Jahren befasst sich die schwäbische Eutect GmbH mit dem Löten elektronischer Baugruppen. Von Anfang an, heißt es, kam es den Eutect-Entscheidern dabei nicht darauf an, Standardlösungen „von der Stange“ zu entwickeln, sondern Lösungskonzepte, die auch das Löten komplexer Baugruppen dank Laserlöten oder Miniwelle, in relativ kurzer Zeit erlauben. Aus diesem Grund entwickelte Eutect stets neue Lötmodule, um den Anwendern anforderungsgerechte Lösungen für deren Lötaufgaben zu bieten.

„Ein Meilenstein wurde 2008 gelegt. Damals kam die Idee auf, einen Roboter kopfüber in eines unserer Zellenkonzepte zu integrieren“, erinnert sich Manfred Fehrenbach, Gründer und Inhaber von Eutect. Fehrenbach weiter: „Wir integrierten den Roboter in eine unserer kompakten Automationszellen mit dem Wunsch, eine wirklich hochflexible Lötanlage für unser Technikum zu entwickeln.“ Mithilfe eines speziellen Robotergreifer- und Magazinkonzepts konnten die Prozessmodule für das Laser-, Thermoden-, Induktions- sowie das automatisierte Kolbenlöten auf nur 2 m² in eine Anlage integriert werden, so der Eutect-Chef.

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Impulse für innovative Systeme

Bereits 1998 entwickelte Eutect das kompakte und hochflexible Automationszellenkonzept mit skalierbaren Zellengrößen. Im Jahr 1999 wurde die erste Eutect-Smart-Lötanlage gebaut und ermöglichte mit einer X-Y-Z-Servo-Achsenkinematik auf nur 1,5 m² Stellfläche den automatisierten Flussmittelauftrag, das Vorheizen und das Löten.

Dieses platzsparende Zellenkonzept sowie die neu entwickelte Roboterlötanlage gaben wichtige Impulse für die neuen, effizienteren Maschinenkonzepte und Automationslösungen von Eutect. Durch die Integration von Robotern ist es den Entwicklern gelungen, in die schon kompakt aufgebauten Produktionszellen eine maximale Anzahl von Prozess- und Prüfmodulen auf minimaler Standfläche zu implementieren. „2008 waren wir dann sin der Lage, diese drei Kernprozesse inline auf nur 1,5 m² mit einem Mitsubishi-Knickarmroboter zu integrieren, der 6 kg Tragkraft hatte.“ Die Maschine war außerdem mit einem Einlauf- und Auslaufband sowie mit einem zusätzlichen Vorheizmodul und verschiedenen Prüfmodulen ausgestattet, beschreibt Fehrenbach.

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