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Das spezielle Greiferkonzept
Kompakte Produktionszellen sparen Platz. Deshalb bleibt mehr Raum für die Produktionslogistik und die vorbereitenden oder nachfolgenden Prozesse. Clevere Greiferlösungen minimierten die Rüstkosten, erhöhten die Flexibilität der Lötanlagen und somit auch die Fähigkeit, individuelle Produktvarianten mit nur einer Anlage zu verarbeiten, so Eutect. Ein großer Vorteil ist dabei die frei wählbare Prozessmodulanordnung in den Anlagen. Durch Absprache mit den Anwendern können Prozessmodule, wie Flussmittelauftrag- oder Lötmodule, so platziert werden, dass sie für Service und Wartung optimal zugänglich sind. So werden Stillstandszeiten, Material- und Raumkosten sowie der Personalaufwand reduziert. Die Gesamtfertigung wird so automatisch produktiver.
Außer den mechanischen Neuerungen hat Eutect die spezielle Software Euroc entwickelt. Sie ermöglicht es, die integrierten Roboter ohne Vorkenntnisse zu programmieren. Über das intuitiv bedienbare, Eutect-Machine-Interface (EMI) könne die Maschine relativ einfach bedient, verfahren oder in den Abläufen optimiert werden. So könne der Bediener schnell offline sowie online neue Programme und Abläufe für weitere Produkte erstellen, sagt Fehrenbach.
Unterschiedliche Prozesschritte unter einem (Zellen)-Dach
Die Möglichkeit, sich mit einem Knickarmroboter und den Produktgreifern ganz frei im Raum bewegen zu können, erweitert den Aktionsradius und maximiert die Nutzung Prozessen. Bis zu vier verschiedene Greifer-Lötmasken-Kombinationen könnten in einer Anlage magaziniert und vollautomatisch gerüstet werden, was die Verarbeitung einer großen Anzahl von Produktvarianten ermöglicht.
Besonders die Anwender, die unterschiedlichste Prozessschritte in der Zelle vereinigen möchten, schätzen laut Eutect den platzsparenden Transport der Werkstückträger durch den oben montierten Roboterarm. Doch die Integration des Sechs-Achs-Roboters war nur ein Schritt hin zu einer cleveren Löt-Automationslösung. „Wir mussten uns eine Lösung für den Transport der Baugruppen vor und nach den Lötprozessen überlegen“, erinnert sich Fehrenbach jun., denn in herkömmlichen Produktionen werden häufig komplette Werkstückträger (WT) mit allen Funktionen und dem zu bearbeitenden Produkt durch die Anlagen gefördert.
Satellitenträger hilft intralogistisch
Aufgrund des Gewichts und der Abmessungen sind solche Werkstückträger speziell für die Sechs-Achs-Roboter zu schwer. „Deshalb haben wir eine eigene WT-Generation entwickelt“, erklärt Fehrenbach. Die Eutect-Werkstückträgerkombination ermöglicht es durch einen aufsetzbaren und produktspezifischen Satellitenträger, diese mit einem Roboter und oder einer Handling-Kinematik direkt vom Band zu greifen. Anschließend werden die Satellitenträger einfach zu den einzelnen Prozessen transportiert. Der Satellitenträger ist frei von jeglichen Funktionen und dient nur dazu, die Baugruppe innerhalb der Lötanlage zu bewegen. Nach Prozessende wird der Träger wieder auf dem üblichen WT, der vor der Lötanlage wartet, abgesetzt.
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