Zwei Zerspanungshelfer Sandvik präsentiert Hochvorschubfräser und kontrollierten Spanbruch

Redakteur: Peter Königsreuther

Gleich zwei hilfreiche Neuheiten präsentiert der schwedische Zerspanungstechnikspezialist Sandvik Coromant, die wir hier nun vorstellen.

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Zwei Sandvik-Innovationen gibt es jetzt! Hier zunächst ein Blick auf den neuen Hochvorschubfräser Coromill MH20, der auch bei hoher Auskragung vibrationsfrei zerspant. Und dann haben die Schweden noch etwas softwartechnisches, das die volle Kontrolle des Spanbruchs erlaubt.
Zwei Sandvik-Innovationen gibt es jetzt! Hier zunächst ein Blick auf den neuen Hochvorschubfräser Coromill MH20, der auch bei hoher Auskragung vibrationsfrei zerspant. Und dann haben die Schweden noch etwas softwartechnisches, das die volle Kontrolle des Spanbruchs erlaubt.
(Bild: Sandvik Coromant)

Mit dem Coromill MH20 ergänzt Sandvik Coromant das Coromill-Sortiment, um, wie es heißt, eine wichtige Lücke im Bereich der Wendeschneidplatten-Hochvorschubfräser zu schließen. Der Fräser wurde für die zuverlässige Zerspanung mit minimalen Vibrationen entwickelt, was etwa anspruchsvolle Bauteile aus dem Werkzeug- und Formenbau, aus dem Öl- und Gassektor sowie aus der Luft- und Raumfahrtindustrie betrifft. Den letzteren Sektor betreffend, punkte er vor allem damit, dass er das auch mit großer Auskragung schafft (siehe Bild). Denn bei der Fertigung von Komponenten der Fahrwerksträger von Flugzeugen müssten schmale und sehr tiefe Taschen gefräst werden. Diese Träger sind außerdem häufig aus geschmiedetem Titan, was in Verbindung mit den erforderlichen großen Überhängen die Bearbeitung besonders herausfordernd und vibrationsanfällig mache.

Im Gegensatz zu vielen anderen Fräsern, ist der Coromill MH20 nicht mir vier- sondern mit zweischneidigen Wendeschneidplatten ausgestattet. Das schütze ihn besser vor Verschleiß, weil der schwächste Teil der Wendeschneidplatte weit von der Hauptschneidzone entfernt ist. Zugleich wirkt sich das in einer gleichmäßigen Scheidleistung pro Schneidkante aus, weil die Bearbeitung an einer Bauteilecke oder -wand keinen Einfluss auf die nächste Schneidkante oder die vordere Schneidkante hat, wie Sandvik Coromant erklärt.

Ein Hochschubfräser ersetzt mehrere andere Werkzeuge

Eine weitere Besonderheit am Coromill MH20 ist seine Wendeschneidplattengeometrie: Denn ihr schräges Kantendesign sorgt für eine graduelle und leichte Schneidwirkung, die weniger Energie verbraucht als bei anderen Werkzeugen und deshalb den Einsatz kleinerer Maschinen ermöglicht, um zu gleichen Ergebnissen zu kommen, wie die Schweden betonen. Sowohl die optimierte Schneidkante der Hauptschneide als auch der Wendeschneidplatten-Eckradius erhöhten die Prozesssicherheit und sollen die mannlose Fertigung problemlos garantieren.

Auch ist der Hochvorschubfräser so entwickelt worden, dass er mehrere verschiedene Aufgaben ausführen kann. So minimiert er die sonst benötigte Anzahl von Werkzeugtypen und die damit einher gehenden, häufigen Werkzeugwechsel sowie das Handling derselben während der Fertigung. Das verkürzt die Durchlaufzeiten, was maßgeblich zu einer wirtschaftlicheren Fertigung beiträgt. Und um die Prozesssicherheit und Produktivität zu optimieren, hat man beim Coromill MH20 im Rahmen von Hochvorschubkonzepten auch erstmals spezielle Wendeschneidplatten-Geometrien für verschiedene ISO-Bereiche eingeführt.

Hier noch ein Beispiel aus der Praxis, das der Hersteller anführt: Im Vergleich zum Coromill 415 von Sandvik Coromant ergab sich bei der Bearbeitung einer Tragflächenkomponente aus Titan mit dem neuen Hochvorschubfräser eine um 32 Prozent höhere Standzeit, bei deutlich besserer Bauteilqualität. Außerdem habe der Coromill MH20 diverse Wettbewerbprodukte bei weiteren Tests in Sachen Zuverlässigkeit und Leistungsstabilität bei der Bearbeitung von Werkstücken aus Stahl und rostfreien Stahl geschlagen.

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