Transport-Handling Sattelauflieger können jetzt voll elektrisch bewegt werden

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Experten von Burger Hub- und Transportmittel (BHT) sind davon überzeugt, dass dem elektrischen Antrieb auch in Sachen Trailerversetzung die Zukunft gehört.

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Komfortabel, wirtschaftlich und umweltfreundlich grün, ist nach Aussage von Burger Hub- und Transportmittel (BHT) das vom französischen Hersteller Blyyd stammende, elektrische Fahrzeug ATM, das jetzt auch in Deutschland zu haben ist.
Komfortabel, wirtschaftlich und umweltfreundlich grün, ist nach Aussage von Burger Hub- und Transportmittel (BHT) das vom französischen Hersteller Blyyd stammende, elektrische Fahrzeug ATM, das jetzt auch in Deutschland zu haben ist.
(Bild: BHT)

Der Ingenieur Thomas Schmehl stellt bereits die Weichen für das elektrische Anhängermanagement. Denn seit Januar agiert BHT bundesweit als offizieller Distributor für das französische Unternehmen Blyyd, das den sogenannten Automotive Trailer Mover, kurz ATM, entwickelt hat. In Frankreich ist das elektrische Fahrzeug, wie es heißt, bereits gut angekommen.

Der elektrische Antrieb bringt nicht nur bewegungstechnische Vorteile

Die zu 100 Prozent elektrisch fahrende Terminalzugmaschine könne sich laut Schmehl sehen lassen: „Beim Leistungsniveau liegt der ATM mit den üblichen Verbrennern gleichauf. Auch wenn es um den Dauereinsatz geht.“ In anderen Disziplinen sei der ATM den herkömmlichen Movern sogar überlegen. Denn das Gründertrio von Blyyd hat nicht einfach ein altes Dieselgerät elektrifiziert, sondern diesen Schlepper durchweg neu konstruiert. Im ATM finden sich deshalb konsequent alle Möglichkeiten, die ein Elektroantrieb bietet. Das erkenne man schon gleich an der Fahrerkabine. Sie kann relativ niedrig liegen, was den einfachen, sicheren und ermüdungsfreien Einstieg erlaube. Zum sicheren und schnellen An- und Abkoppeln eines Anhängers trägt die mittige Anordnung des Führerstands mit dessen Rundumsicht bei, wie es weiter heißt.

Als positives Kennzeichen des ATM gilt nicht zuletzt sein geringer Energiebedarf. Schmehl hat dazu festgestellt: „Im Vergleich zu den wenigen anderen elektrischen Terminaltrucks erreichen wir die gleiche Einsatzautonomie mit kleineren Batterien und damit geringerer Investition.“ Natürlich liege der Anschaffungspreis noch immer über einem vergleichbaren Verbrenner, was aber durch die niedrigeren Betriebskosten mehr als ausgeglichen werde. Hier eine kleine Rechung: Bei 2400 Betriebsstunden pro Jahr lädt der ATM Strom für rund 2640 Euro in seine Akkus. Ein vergleichbare Dieselrivale verfeuert im selben Zeitraum Treibstoff im Wert von 20.280 Euro! Die französische Zugmaschine amortisiert sich folglich nach etwa 4 Jahren. Ist die Auslastung höher, geht es natürlich noch schneller.

So spart man rund 40 Tonnen CO2 im Jahr

Als weiteres, entscheidendes Argument fürs Batteriefahrzeug sieht der Geschäftsführer von Burger Hub- und Transportmittel die geringen Emissionen an: „Wer den ATM acht Stunden täglich nutzt, spart im Vergleich zum Diesel knapp 35 Tonnen CO2.“ Diese Rechnung basiere übrigens auf dem durchschnittlichen deutschen Strommix. Und mit grüner Elektrizität entlaste man seine Klimabilanz sogar um über 41 Tonnen CO2.

Der elektrische Terminaltruck von Blyyd verfügt außerdem serienmäßig über eine Klimaanlage, eine Heizung sowie ein Rückfahrsystem mit vier Kameras. Sein Chassis, die Kabine und der Sitz sind separat luftgefedert, was den Komfort erhöht. Der Automotive Trailer Mover bewegt bereits bei Barilla, Carrefour, Kühne + Nagel sowie bei Yves Rocher die Trailer. Blyyd, heißt es weiter, lässt ihn beim börsennotierte Hersteller Gaussin SA bauen.

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