Firmenjubiläum Schaeffler feiert 75 Jahre Firmengeschichte

Von Marie Lücke

Mit einem digitalen Festakt feierte Schaeffler sein 75-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum gründete der Zulieferer zusammen mit der IHO Holding eine Stiftung.

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Das von den Brüdern Wilhelm und Georg Schaeffler 1946 gegründete Unternehmen hat sich in den vergangenen 75 Jahren zu einem global tätigen Konzern entwickelt.
Das von den Brüdern Wilhelm und Georg Schaeffler 1946 gegründete Unternehmen hat sich in den vergangenen 75 Jahren zu einem global tätigen Konzern entwickelt.
(Bild: Schaeffler Technologies AG und Co. KG)

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat am Dienstag sein 75-jähriges Bestehen mit einem digitalen Festakt für alle Mitarbeitenden und ausgewählte Gäste aus Wirtschaft und Politik gefeiert. Anlässlich des Jubiläums etabliert die Schaeffler AG gemeinsam mit der IHO Holding eine Stiftung, die mit einem Startkapital von drei Millionen Euro ausgestattet werde, teilte der Zulieferer mit.

Die Schaeffler Stiftung werde weltweit aktiv sein und sich auf drei Fokusfelder konzentrieren: Den Schutz von Klima- und Umwelt, die Förderung von Forschung und Wissenschaft sowie die Förderung von Bildung, Qualifizierung und Chancengleichheit. Das Kapital solle jährlich aufgestockt werden. Zudem sollen die Aktivitäten der bereits bestehenden Schaeffler FAG Stiftung eingebracht werden, so heißt es.

Ein Familienunternehmen wird zum globalen Technologieführer

Den Grundstein für den Konzern legten 1946 die Brüder Wilhelm Schaeffler und Georg Schaeffler mit der Gründung der Industrie GmbH in Herzogenaurach. Es ist der Startschuss für ein Unternehmen mit heute mehr als 83.900 Beschäftigten an rund 200 Standorten in über 50 Ländern. Unter anderem aus den drei zunächst eigenständigen Firmen INA, LuK und FAG wuchs ein global tätiger Konzern – mit der DNA eines Familienunternehmens.

1950 meldet Georg Schaeffler seine Idee zum Patent an.
1950 meldet Georg Schaeffler seine Idee zum Patent an.
(Bild: Schaeffler Technologies AG und Co. KG)

Den Aufstieg des Unternehmens ermöglichte ab 1950 das käfiggeführte Nadellager, eine Erfindung von Georg Schaeffler, die Bewegung und Mobilität revolutionierte. Nadellager finden Anwendung im Automobilbereich, aber auch im allgemeinen Maschinen- und Getriebebau. In der E-Mobilität sind sie für die Funktion zahlreicher elektrifizierter Getriebe unverzichtbar.

Damit war das Fundament gelegt. 1965 engagierten sich die Brüder in der LuK Lamellen und Kupplungsbau GmbH. Tellerfederkupplung, Zweimassenschwungrad und Motorenelemente sind Beispiele für Produkte, mit denen das Unternehmen technologische Fortschritte erzielte. Seit 1999 gehört LuK vollständig zu Schaeffler.

Im Jahr 2001 übernahm Schaeffler die FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG in Schweinfurt. Dadurch wurde Schaeffler zum zweitgrößten Wälzlagerhersteller weltweit. Im Jahr 2008 erwarb der Zulieferer den Konkurrenten Conti. 2015 folgte der Börsengang der Schaeffler AG.

Aufarbeitung der Unternehmensgeschichte

Aufgrund des Firmenjubiläums hat die Familie Schaeffler ihre Geschichte erforschen lassen. Die Forschungsergebnisse präsentiert Schaeffler im Rahmen der Feierlichkeiten auf einer neu gestalteten Website www.schaeffler.com/geschichte.

Die umfassende Darstellung und Analyse „Schaeffler. Biographie einer Familie und ihres Unternehmens“ von Prof. Dr. Gregor Schöllgen wird Anfang Dezember bei der Deutschen Verlags-Anstalt, München, erscheinen.

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