Schaeffler Schaeffler will mit Leidenschaft Industrie 4.0 mitgestalten

Autor: Stefanie Michel

Zur EMO 2015 in Mailand verspricht Schaeffler viel: Wie auf der Vorpressekonferenz bekannt gegeben wurde, wird das Unternehmen Industrie 4.0 an Werkzeugmaschinen mitgestalten. Ein reales Projekt wird in Mailand zeigen, was heute schon möglich ist.

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Martin Schreiber: „Wir wollen uns als Gestalter im Kontext von Industrie 4.0 positionieren.“
Martin Schreiber: „Wir wollen uns als Gestalter im Kontext von Industrie 4.0 positionieren.“
(Bild: Stefanie Michel)

Der Bereich Werkzeugmaschinen ist mit 33 % der wichtigste des Geschäftsbereichs Produktionsmaschinen und Lineartechnik bei Schaeffler. Deshalb hat die EMO für das Unternehmen eine entsprechend hohe Bedeutung. Der Messeauftritt wird unter dem Motto „Passion 4.0 Machine Tools“ stehen und damit das Thema Digitalisierung und Industrie 4.0 in den Mittelpunkt stellen.

Digitalisierung sowie das Be- und Verarbeiten digitaler Daten ist für Schaeffler nichts neues – auch in der eigenen Fertigung. Zudem kommen mehr und mehr Sensoren in den Komponenten zum Einsatz, die die Basis für Industrie 4.0 sind. Deshalb ist es nun immer wichtiger, die Daten auch sinnvoll zu nutzen. Wie Oliver Jung, Mitglied des Vorstands und zuständig für Produktion, Logistik und Einkauf, erklärt, setzt Schaeffler auf die Vernetzung der Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden, die Entwicklung und Bereitstellung intelligenter Systeme und Komponenten sowie die Ableitung neuer Geschäftsmodelle auf Basis der generierten Daten.

Bei Industrie 4.0 nicht reagieren sonder proaktiv handeln

Diese Strategie ist nicht auf die einzelnen Lager begrenzt, denn das Unternehmen sieht sich zunehmend als Systemhaus. So fließt immer mehr Elektronik in die Mechanik, beispielsweise durch die integrierte Sensorik oder durch Funktionsintegration. Das spielt dem Gedanken in Richtung Industrie 4.0 in die Hände. Doch man will nicht warten und auf Standards oder Vorgaben reagierten; vielmehr will man proaktiv handeln und mit Innovationen die Bedarfe der Kunden decken. Martin Schreiber, Leiter Geschäftsbereich Produktionsmaschinen: „Wir wollen uns als Gestalter im Kontext von Industrie 4.0 positionieren.“

Auf der EMO in Mailand wird Schaeffler konkret werden, denn dort wird ein bedeutender Schritt hin zur digitalen Produktion zu sehen sein. „Es wurde schon genug geschrieben; jetzt wird es endlich Zeit, ans Gestalten zu gehen“, so Schreiber. Neben einem realen Beispiel, das Sensorik, Datenanbindung, Cloudspeicher und Visualisierung beinhalten wird, stellt Schaeffler auch seine neue App „Precision Desk“ für die eigenen Produkte vor. Im ersten Schritt wird diese Produktinformationen und eine Einbauanleitung enthalten, aber auch eine Funktion zur Echtheitsprüfung. In Zukunft könne man sich aber auch die Integration von Geotracking oder weiterer Services und Möglichkeiten für „selbstbestellende Lager“ vorstellen.

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 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt