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Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei

Schienenfahrzeuge mit rostfreiem Edelstahl gewinnen an Fahrt

Der Leichtbau bahnt sich seinen Weg auch auf die Schiene: Hochfester, leichter Edelstahl in U-Bahn, Straßenbahn, Nahverkehrs- oder Hochgeschwindigkeitszügen überzeugt durch eine Erhöhung der Sicherheit und einer verbesserten Kosten- und Energieeffizienz. Die ersten Leichtbauzüge sind bereits im Einsatz.

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Durch die hohe Belastbarkeit des rostfreien Edelstahls saust der CRH380A mit fast 500 km/h über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke. (Bild:WZV / Outokumpu)
Durch die hohe Belastbarkeit des rostfreien Edelstahls saust der CRH380A mit fast 500 km/h über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke. (Bild:WZV / Outokumpu)

Emissionsfreien, effizienten und wirtschaftlichen Transportsystemen gehört die Zukunft. Nicht nur in den vom permanenten Verkehrskollaps geplagten Metropolen der Welt gewinnt der öffentliche Personenverkehr stark an Bedeutung. Ob U-Bahn oder Straßenbahn, Nahverkehrs- oder Hochgeschwindigkeitszüge: Schienenfahrzeuge der neuesten Generation sind für Städteplaner und Verkehrsunternehmen Transportmittel der Wahl.

Leichtbau auch bei Schienenfahrzeugen sehr gefragt

Wie im Automobil- und Flugzeugbau spielt dabei die neue Leichtigkeit des Seins eine entscheidende Rolle. Weniger Gewicht bedeutet mehr Leistung, weniger Verbrauch und geringere Emissionen. Damit die Sicherheit der Fahrgäste nicht zu kurz kommt, sind hohe Crash- und Feuerbeständigkeit unverzichtbare Konstruktionsvorgaben. Bei der Konstruktion von Wagenkästen, Untergestellen und Wasserbehältern aber auch von Trittblechen, Griffstangen und Gepäckablagen bis hin zu Toiletten und ganzen Bordküchen verlassen sich Konstrukteure und Verkehrsbetriebe auf das Markenzeichen Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel.

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Zunehmend an Bedeutung gewinnen nach Angaben des Warenzeichenverbandes Edelstahl Rostfrei (WZV) auch fahrerlose Systeme, die längst nicht nur Flughäfen an die wichtigsten Nahverkehrswege anbinden. Städte wie Barcelona, Budapest und Nürnberg in Europa sowie Dubai, New York oder Peking setzen bereits auf diese vollautomatischen Transportsysteme. Sie profitieren von der optimalen Taktung und damit – trotz höherer Investitionen – von der wirtschaftlicheren Auslastung dieser Züge. Die verkürzte Zugfolge gewährleistet mehr Flexibilität und Zuverlässigkeit.

Niedrig legierter Edelstahl überzeugt durch seine hohe Zugfestigkeit und Streckgrenze

Mit der Pariser Metro führte jetzt auch die nach London zweitälteste U-Bahn der Welt den Zug ohne Fahrer ein. Den Auftakt macht dort die traditionsreiche Strecke der Linie 1 vom Louvre bis zu der Champs-Elysées, die nun sukzessive durchgängig ausgebaut wird. Mehrheitlich setzt Paris jedoch, wie viele andere Metropolen auch, auf personengesteuerte Metros, da der erforderliche Umbau der Metrostationen weder technisch noch kostenmäßig in naher Zukunft flächendeckend umzusetzen ist.

Ob für täglich 750.000 Passagiere allein auf dieser Linie in Paris, für 4 Mio. Pendler in Neu-Delhi oder „nur“ für 560.000 Fahrgäste pro Tag in Hamburg, ob mit oder ohne Fahrer: Innovative Schienenfahrzeugtechnik mit rostfreiem Edelstahl gewinnt an Fahrt. Laut WZV bahnt sich zunehmend auch niedrig legierter Edelstahl seinen Weg in den öffentlichen Nahverkehr.

Lean-Duplex-Stahl überzeuge beispielsweise bei der Konstruktion von kostengünstigen Vorstadtzügen durch seine – verglichen mit ferritischem Stahl – fast doppelt so hohe Zugfestigkeit und Streckgrenze. Neben verbesserter Kosteneffizienz bedeutet dies bei einem Aufprall auch höhere Energieabsorption.

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