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Wasserstrahlschneiden Schlanker Schneidstrahl fertigt filigranere Strukturen

| Autor/ Redakteur: Beat Trösch / Stefanie Michel

Für das Mikrowasserstrahlschneiden konnte der Durchmesser des Schneidstrahls um ein Drittel auf 0,2 mm reduziert werden – entsprechend schmaler sind die erzeugbaren Schnitte. In vorhandene Anlagen lässt sich diese Technik nachrüsten, sodass sich für die Unternehmen weitere Anwendungsfelder erschließen.

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Die Mikrowasserstrahl-Schneidanlage Microwaterjet F4 ist jetzt mit einer noch feineren Düse und auch geschlossen verfügbar. (Bild: Daetwyler)
Die Mikrowasserstrahl-Schneidanlage Microwaterjet F4 ist jetzt mit einer noch feineren Düse und auch geschlossen verfügbar. (Bild: Daetwyler)

Bereits die Einführung des Mikrowasserstrahlschneidens vor wenigen Jahren konnte die Präzision um den Faktor zehn im Vergleich zu konventionellen Wasserschneidanlagen steigern und Positioniergenauigkeiten im µ-Bereich realisieren. Durch eine neue Entwicklung lassen sich nun noch filigranere Strukturen schneiden.

Schneidstrahl beim Wasserstrahlschneiden mit nur noch 0,2 mm Durchmesser

Denn in der jüngsten Version der Microwaterjet-Anlagen konnten die Waterjet AG als Entwickler des Verfahrens und Daetwyler als Hersteller der Maschinen den Durchmesser des Schneidstrahls um ein Drittel auf 0,2 mm reduzieren. Dementsprechend schmaler sind die Schnitte der Microwaterjet F4-01, womit sich dem Mikrowasserstrahlschneiden weitere Anwendungsfelder eröffnen. Zudem können bereits im Einsatz befindliche Anlagen mit der neuen Technik nachgerüstet werden.

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Als vor einigen Jahren die ersten Microwaterjet-Anlagen auf den Markt kamen, sorgten sie für einen Technologiesprung und realisierten eine bis dahin unvorstellbare Präzision. Die Strahl- und damit die Schnittbreite war gegenüber früheren Anlagen von 0,5 auf 0,3 mm reduziert worden und Positioniergenauigkeiten im µ-Bereich waren möglich. Dank dieser extremen Genauigkeit können über die gesamte Bearbeitungsfläche von 600 mm × 1000 mm Teile in einer Toleranz und Wiederholgenauigkeit von ± 1/100 mm gefertigt werden.

Glasmaßstäbe sichern die Positioniergenauigkeit der Anlage

Die Basis dafür bildet solider und hochpräziser Maschinenbau. Dazu gehören ein stabiles Maschinenbett und ein beidseitig gelagertes Portal, das über zwei Kugelrollspindeln angetrieben wird. Damit die Positioniergenauigkeit im µ-Bereich eingehalten werden kann, wurden unter anderem Glasmaßstäbe über die volle Länge installiert.

Mit der Reduzierung der Schnittbreite ist nun der nächste Entwicklungsschritt gelungen. Zwar können bereits seit einiger Zeit 0,25 mm dünne Strahlen aus purem Wasser realisiert werden, um damit zu schneiden. Es fehlt ihnen jedoch die „Durchschlagskraft“, sodass sie sich nur für sehr weiche Werkstoffe eignen. Deswegen verwenden die Microwaterjet-Anlagen das sogenannte Abrasiv-Wasserstrahl-Verfahren, bei dem der Schneidstrahl aus einer Mischung von Wasser und einem sehr feinkörnigen Abrasiv besteht.

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