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Schlaue Produkte auf der Hannover Messe 2018

| Autor: Reinhold Schäfer

(Bild: Pilz)

Auch bisher elektroniklose Produkte, wie beispielsweise Energieketten, kann man durch Einbau eines Sensors zu einem Smart Product machen. Auf der diesjährigen Hannover Messe werden deshalb zahlreiche Produkte zu sehen sein, die dadurch intelligent genug werden, um den Ansprüchen an Industrie 4.0 und an eine smarte Fertigung zu genügen.

Allerorten ist zu hören, dass es smarter Produkte bedarf, um Industrie 4.0, also die Digitalisierung der Produktion, zu verwirklichen. Doch wie müssen diese Produkte im Einzelnen aussehen und was haben die Unternehmen da schon entwickelt? Schon vor einigen Jahren begannen Firmen damit, ihre Produkte durch Einbau von Sensoren und digitalen Schnittstellen für den Einsatz in einer modernen Produktion aufzurüsten.

So hat beispielsweise der Motion-Plastics-Experte Igus in seine Energieketten Sensoren eingebaut, die den Verschleiß messen, um so rechtzeitig einen notwendigen Austausch an das Wartungspersonal zu melden. Und auch in diesem Jahr ergänzt der Hersteller sein Produktportfolio um eine Energiekette mit optional eingebautem Sensor, die er erstmals auf der diesjährigen Hannover Messe vorstellt.

Bei der Energiekette handelt es sich um das System P4, das in über 1000 Kran- und Portalanwendungen weltweit eingesetzt werde. Mit Verfahrwegen bis 800 m, hohen Geschwindigkeiten von über 5 m/s und mehreren Millionen Zyklen mit geringen Vibrationen und Verfahrgeräuschen versieht die P4-Rollenkettenserie dort ihren Dienst.

Mittels im Kettenglied integrierter Rollen werde die Reibung auf ein Minimum reduziert und die Lebensdauer maximiert. Durch Versatz zwischen Obertrum und Untertrum werden die Kunststoffrollen nicht überrollt, sondern rollen aneinander vorbei, um einen besonders ruhigen Lauf zu ermöglichen, so der Hersteller. Daraus resultierend sinke der Reibwert und die Antriebsleistung reduziere sich um 57 %.

In jeder Verbindung der Kettenglieder befindet sich eine Lagerstelle für eine Schwenkbewegung. Diese wurde jetzt neu mit einem wartungsfreien Gleitlager aus Hochleistungskunststoffen ausgestattet und damit die Lebensdauer mehr als verdoppelt.

Sensor ermöglicht intelligente Vernetzung und vorausschauende Wartung

Optional kann nun die neue P4.1 mit smarten Überwachungssensoren, beispielsweise mit einem Verschleißsensor für die neu eingesetzten Gleitlager, ausgestattet werden. Dieser kann ab einer definierten Verschleißgrenze ein Signal an das Igus-Kommunikationsmodul (Icom) ausgeben, mit dem die Wartung vorausschauend geplant werden kann.

Je nach Kundenwunsch können die Daten des Icom unterschiedlich genutzt werden: Mit einer direkten Einbindung in die vorhandene Softwareumgebung und Intranetlösung für eine reine Wartungsmeldung oder mit der Anbindung an das Igus-Datacenter für eine intelligente und dynamische Lebensdauervoraussage. In diesem Fall werden die Wartungsempfehlungen via Machine Learning und KI-Algorithmen ständig mit den Erfahrungen aus vielen laufenden Anwendungen abgeglichen und präzisiert.

Durch die intelligente Vernetzung der P4.1-Rollenkette kann der Instandhalter jederzeit an jedem Ort auf die Lebensdauerdaten der Energiekette zugreifen.

„Ganz gleich, ob es sich nun um die intelligente Drylin-Linearführung, die intelligente Energiekette oder die intelligente Leitung handelt, die integrierten Sensoren überwachen die Produkte und warnen rechtzeitig vor einem Ausfall“, so Harald Nehring, Prokurist Energiekettensysteme bei Igus in Köln.

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