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Grindtec 2020 Schleifmesseschiff trotz konjunkturellem Seegang fest auf Kurs

| Redakteur: Peter Königsreuther

Handelsquerelen und ein schwächelnder Automobilmarkt in Kombination mit der Umwälzung in Richtung E-Mobilität trüben zwar den Horizont, doch das bekommt die Schleiftechnikmesse Grindtec kaum zu spüren, heißt es.

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Das erwartet die Besucher auf der kommenden Grindtec 2020 vom 18. bis 21. März auf dem Augsburger Messegelände...
Das erwartet die Besucher auf der kommenden Grindtec 2020 vom 18. bis 21. März auf dem Augsburger Messegelände...
(Bild: AFAG)

Momentan registriert der Grindtec-Veranstalter AFAG über 600 Anmeldungen, was eine moderate Steigerung rückblickend zum gleichen Zeitpunkt der letzten Grindtec-Vorphase bedeutet. Umso deutlicher habe man allerdings in Sachen Flächenzuwachs gewonnen: Auf 46.500 m² wird die Grindtec 2020 mehr Exponate zeigen, als je zuvor, verspricht die AFAG. Auch zugenommen hat die Zahl der beteiligten Nationen. Aktuell sind es Unternehmen aus 31 Ländern (2018 waren es 29), die auf dem Augsburger Messegelände vom 18. bis 21. März ihre Innovationen präsentieren. Insgesamt beträgt der Anteil ausländischer Aussteller nun 44 %, rechnet die AFAG vor.

Schleifexperten aus Asien rücken vor

Auch in diesem Grindtec-Jahr werde die Zahl der Unternehmen aus China, Korea Japan oder Indien weiter wachsen, heißt es. Schon heute, zwei Monate vor Messebeginn, sind es mehr Aussteller aus Asien als 2018, was für diese Player einen Ausstellungsflächenzuwachs um rund 25 % bedeutet. Jeder dritte ausländische Aussteller kommt, wie es heißt, nun aus Asien, 2018 war es noch jeder vierte. Erwartungsgemäß hoch ist auch wieder die Beteiligung der beiden anderen starken Ausstellernationen – der Schweiz und Italien. So liegt die Schweiz, traditionell stärkste Auslandsnation, mit aktuell 62 Beteiligungen auf Rang 2 nach Deutschland, gefolgt von China (59) und Italien (42), informiert der Grindtec-Veranstalter.

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Die Grindtec 2020 informiert über folgende Themen:

Ein Zeichen das Mut macht, setzt nach Ansicht der AFAG somit die international agierende Schleiftechnikbranche, die sich stets stark für den deutschen Markt interessiert und weiterhin auf die Grindtec baut. Auch wenn der „Wind etwas rauer“ weht, denn die Schleiftechnik ist logischerweise eng mit dem Automobil- und Maschinenbausektor verflochten, stemmt man sich bisher erfolgreich dagegen.

Derzeit belasten die Sanktionen der Großnationen die globale Wirtschaft und in der Folge auch die ganze Branche. Hinzu kommen politische Unsicherheiten und strukturelle Veränderungen in der Automobilindustrie. So gingen im dritten Quartal 2019 die Auftragseingänge in Deutschland um etwa 25 % zurück, heißt es. Den Außenhandel, der für Deutschland sehr wichtig ist, betrifft es weniger. Global betrachtet gingen die Experten nur von 4 % Rückgang für das Jahr 2020 aus.

Trotz der Gefahren: Der Markt sei weiterhin stark! Gemessen am Produktionswert von Werkzeugmaschinen in Deutschland macht die Maschinengruppe „Schleif-, Hon-, Läpp- und Poliermaschinen“ mehr als 13 % aller spanenden und abtragenden Werkzeugmaschinen aus, so die AFAG. Hinzu kommt der Umsatz durch die Produktion von Schleifkörpern und Schleifmitteln, der mit über 1 Mrd. Euro in Deutschland auf dem gleichen Niveau ist wie der Sektor der deutschen „Schleif-, Hon-, Läpp und Poliermaschinen. Das sieht die AFAG als guten Grund an, sich im Rahmen der Grindtec auf gewohnt hohem technischen und technologischen Niveau mit seinen Innovationen zu präsentieren.

Hightechprodukte rund um die Herstellung sowie Wiederaufbereitung von Zerspanungswerkzeugen eröffnen dabei neue Perspektiven für das Werkzeugschleifen. Die Schleifbranche habe längst auch Wettbewerbsverfahren wie die Additive Fertigung, elektrochemische Polierverfahren und die Laserbearbeitung von Hartstoffen fest im Blick, während sie dem Markt gleichzeitig Hochfunktionales für die bewährten Prozesse anbiete.

Die Besucher der Grindtec können sich genauer gesagt, über folgende Angebote freuen:

  • Additiv gefertigte Schleifscheiben;
  • Schleifscheiben mit integrierter Sensorik;
  • Additiv gefertigte strömungsoptimierte Kühlschmierstoffdüsen;
  • Hybride Schleifmaschinenkonzepte, die auch andere Fertigungstechnologien integrieren;
  • Direktantriebe in den Schleifmaschinenachsen zur Verbesserung der dynamischen
  • Steifigkeit und Genauigkeit sowie zur Leistungssteigerung.

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Forschung und Entwicklung im Messefokus

Längst hat die Forschung und Lehre die Hightechwelt der modernen Werkzeug und Schleiftechnik im Griff, so die AFAG. Viele Forschungseinrichtungen sind 2020 deshalb auf der Grindtec im Foyer der Halle 1 (Schwabenhalle) vertreten. Mit dabei sind das Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung der Hochschule Furtwangen, die Hochschule Ruhr West, das Institut für spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund, das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin, das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) der Universität Bremen, das Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik (iWFT) der Rheinischen Fachhochschule Köln GmbH sowie das Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen University.

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