Werkzeugmaschinen Schlüsselfertige Maschinenkonzepte setzen sich durch
Auf knapp 17.000 m² stehen im Remscheider Fertigungszentrum von Klauke 18 Mazak-Maschinen. Das ist ein Wort. Gründe dafür liegen im Multitasking und „Done-in-one“-Prinzip der Japaner, womit sie sich als beste Lösung bei Klauke durchzusetzen vermochten.
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Familiär ist die Stimmung, als mich Sven Berghaus, Abteilungsleiter CNC-Zerspanung bei Klauke, Lothar Wimmers, Gebietsvertretung Mazak, und Stefan Müller, Niederlassungsleiter Düsseldorf der Yamazaki Mazak Deutschland GmbH, durch die Klauke-Fertigung im nordrhein-westfälischen Remscheid führen. Beim ersten Blick durch das Werk wird auch klar warum: Mazak-Maschinen, wohin das Auge reicht.
Fast könnte man meinen, Mazak hätte bei Klauke eine eigene kleine Hausausstellung. Kein Wunder, währt diese intakte Beziehung doch seit Anfang der 80er-Jahre. Wenn man bedenkt, welche unterschiedlichen Ansätze beide zu Beginn ihrer Unternehmensgeschichte verfolgten, staunt man nicht schlecht über die Entwicklung der Expertisen und die komplizierten Stücke, die die Maschinen in einem Stück zu bearbeiten und auszuwerfen imstande sind. Davon hatte der 24-jährige Gustav Klauke bestimmt nicht im Mindesten geträumt, als er gemeinsam mit seinem Bruder 1879 in der Stephanstraße in Remscheid-Osterbusch das Unternehmen Gustav Klauke gründete.
Von Uhrmachern und Tatami-Matten
Zu diesem Zeitpunkt und noch mindestens 80 Jahre danach umfasste das Produktprogramm hochwertige Zangen, hauptsächlich für das Uhrmacherhandwerk. Als die Elektrifizierung ein zunehmend wichtiges Thema wurde, verabschiedete man sich von den Zangen und spezialisierte sich auf Kabelschuhe und entsprechendes Werkzeug. In den 90er-Jahren kamen die Entwicklung und der Vertrieb von speziellen Produkten für die Sanitär- und Heizungsbranche auf den Plan, die bis heute unter anderem zum Aushängeschild der Remscheider zählt.
Auch Mazak startete auf einem vergleichbar bescheidenen Niveau und in einer nicht minder interessanten Branche. Als Sadakichi Yamazaki 1919 im japanischen Nagoya Yamazaki Machinery gründete, fertigte das junge Familienunternehmen Strohmattenwebmaschinen. Strohmatten, sogenannte Tatami-Matten, sind Matten aus Reisstroh, die Japaner auch heute noch gern als Schlafunterlage nutzen. „Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg durften Japaner zum damaligen Zeitpunkt keine Werkzeugmaschinen bauen“, erklärt Müller die anfänglichen Schwierigkeiten.
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