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Stechdrehen

Schnelles Stechdrehen von V-Nuten mit Tangential-Schneideinsatz

| Autor/ Redakteur: Marco Axtmann und Edgar Grundler / Rüdiger Kroh

Bei der Stechdrehbearbeitung von Bohrwerkzeugen für Hartgestein sollten Produktivität und Prozesssicherheit erhöht werden. Ein Stech- und Stechdreh-Werkzeugsystem mit tangential geklemmtem Schneideinsatz erhöhte die Schnittgeschwindigkeit von 130 auf 160 m/min und das Zeitspanvolumen von 117 auf 240 cm³/min.

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(Bild: Iscar)

Mit der Konstruktion, der Montage und dem Vertrieb von Bohrwerkzeugen für den Brunnenbau, den Bergbau und den Spezialtiefbau startete im Jahr 1999 das Unternehmen BfH Bohrwerkzeuge für Hartgestein GmbH. Die Fertigung der Bauteile wurde zunächst an einen Zulieferer vergeben. Dies stellte sich jedoch in Bezug auf die Termin- und Lieferflexibilität als nicht optimal heraus. Deshalb stieg man bald auch in die Eigenfertigung ein.

Hohe Effizienz bei der Fertigung von Bohrwerkzeugen gefordert

Heute beschäftigt BfH 27 Mitarbeiter und stellt Bohrwerkzeuge bis zum Durchmesser von 3800 mm her. Die Werkzeuge sind im Normalfall modular konzipiert und mit Rollenwerkzeugen oder entsprechenden Rollenmeißeln bestückt. Diese unterliegen, trotz Verwendung ausgesuchter Werkstoffe, einem fortwährenden Verschleiß und müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden; oder das ganze Bohrwerkzeugsystem kommt zur Revision zurück zu BfH.

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Je nach Bohrwerkzeug sind bis 13 Rollenwerkzeuge verbaut, so dass für die Neuausrüstung eben maximal 13 Werkzeuge hergestellt werden müssen: dies zumeist unter hohem Zeitdruck, weil der Ausfall eines in Betrieb befindlichen Bohrsystems gleich in die Tausende von Euro geht.

Folgerichtig stehen bei BfH nicht nur die maschinellen und personellen Kapazitäten für diese Herausforderung parat, sondern es wird auch mehr und mehr auf die Effizienz und Produktivität der mechanischen Fertigung selbst geachtet. So zeigte sich mit der Zeit, dass bei der Drehbearbeitung von Steinbohrer-Schneidkränzen aus Werkzeugstahl die bisher zum Schruppen und Schlichten eingesetzten Drehwerkzeuge hinsichtlich Bearbeitungszeit, Zeitspanvolumen und Prozesssicherheit nicht mehr zufriedenstellen konnten.

Ungehinderter Spanabfluss erhöht Prozesssicherheit deutlich

Die für die Fertigung Verantwortlichen begaben sich auf die Suche nach Alternativen und fragten bei verschiedenen Werkzeuglieferanten an. Einer davon war Iscar, wobei der Kontakt über den Handelspartner Span-In-Form zustande kam. Bei der Herstellung der tiefen V-Nut handelt es sich um eine Schwerzerspanung durch Stechdrehen. Nach eingehender Problemanalyse fiel die Wahl schließlich auf das Stech- und Stechdreh-Werkzeugsystem Sumo Grip.

Dieses Werkzeugsystem ist eine Erweiterung der weltweit eingesetzten Tang-Grip-Familie und durch den tangential geklemmten Schneideinsatz gekennzeichnet. Der Plattensitz stellt aktuell das stabilste Werkzeugsystem zum Stechen und Stechdrehen am Markt dar. Sumo Grip ermöglicht aber nicht nur höhere Schnittparameter. Durch den ungehinderten Spanabfluss (kein Klemmfinger) wird auch die Prozesssicherheit deutlich gesteigert und so insgesamt die Produktivität erhöht.

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