Materialprüfsysteme Schnellzugprüf-Maschine spart heiklen Explosivstoffeinsatz

Redakteur: Peter Königsreuther

Auf zu neuen Prüfungen! Die am IKT stehende Hochgeschwindigkeits-Prüfmaschine des Typs REL 1856 wurde durch die Spezialisten der Zwick-Roell GmbH Co. KG jetzt geschwindigkeitsmäßig überholt.

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Blick auf einen Schnellzerreißversuch an einem Standard-Kunststoffprüfkörper, aufgenommen mit einer Thermografiekamera. Die Prüfgeschwindigkeit betrug 1 m/s, erklärt das IKT.
Blick auf einen Schnellzerreißversuch an einem Standard-Kunststoffprüfkörper, aufgenommen mit einer Thermografiekamera. Die Prüfgeschwindigkeit betrug 1 m/s, erklärt das IKT.
(Bild: IKT)

Schnell ablaufende Zug- und Durchstoßversuche können am IKT nun ohne den Einsatz von beschleunigenden Explosivstoffen mit Prüfgeschwindigkeiten bis zu 16 m/s (57,6 km/h) durchgeführt werden, heißt es dazu. So könnten quasi explosionsartige Belastungen erzeugt werden. Die komplett überholte servohydraulische Prüfmaschine ist jetzt auch in der Lage Kräfte bis zu 20 kN aufzubauen, ergänzt das IKT.

Aufgrund ihrer integrierten Temperierkammer können Zerreißtests in einem Temperaturbereich zwischen -80 und 250 °C durchgeführt werden. Die ermittelten Werkstoffkennwerte, die bei hohen Dehnraten erfolgen, werden laut IKT beispielsweise im Automobilbereich für die Simulation von Crashabsorbern aus Kunststoff, oder für die Auslegung von Airbags benötigt.

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